In Bulgarien sind nahe der Stadt Malko Tarnowo zwei Flüchtlinge erfroren. Die Frauen seien mit 17 anderen Menschen, darunter elf Kindern, von der Türkei aus in das Land geflohen. Sie seien von Schleusern im bergigen Grenzgebiet zurückgelassen worden, sagte der Chef des Grenzschutzes, Antonio Angelow.

Eine der Frauen sei zwischen 14 und 16 Jahre alt gewesen und die andere zwischen 30 und 40, hieß es in einer Mitteilung des Innenministeriums. "Unsere Grenzschützer haben alles versucht, um den Frauen zu helfen. Sie trugen sie in ihren Armen, versuchten sie zu wärmen, aber es geschah wegen der Kälte", sagte die bulgarische Innenministerin Rumjana Bachwarowa.

Die Überlebenden seien in ein Krankenhaus gebracht worden. Die Kinder hätten Erfrierungen, zwei weitere Erwachsene seien in einem kritischen Zustand, sagte ein Mitarbeiter des Krankenhauses der bulgarischen Nachrichtenagentur Focus. Im Grenzgebiet zur Türkei liegt derzeit bis zu 30 Zentimeter Schnee, die Temperaturen liegen bei unter null Grad.

Viele Menschen fliehen von Griechenland aus über den Balkan nach Europa. Allein im Januar waren es laut der Internationalen Organisation für Migration (IOM) 62.000 Menschen. Die meisten von ihnen seien Syrer, Afghanen und Iraker, ein Drittel von ihnen unbegleitete Jugendliche und Kinder. Hilfsarbeiter hatten in den vergangenen Wochen wiederholt kritisiert, dass es für diese auf der sogenannten Balkanroute keinen ausreichenden Schutz vor der Kälte gebe.