Bei dem heftigsten Tropensturm, der die Fidschi-Inseln je getroffen hat, sind mindestens 17 Menschen gestorben, wie die Hilfsorganisation Care Australia mitteilte. Kommunikationssekretär Ewan Perrin sagte, die meisten Toten seien tödlich von umherfliegenden Gegenständen getroffen worden oder hätten sich in Gebäuden befunden, die durch den Zyklon eingestürzt seien. Zudem habe Winston Tausende Häuser zerstört. Regierungschef Voreqe Bainimarama sagte, höchste Priorität habe die Versorgung der Einwohner auf den abgelegenen Inseln.

Als erster Zyklon der höchsten Kategorie hatte Winston das Touristenparadies am Wochenende erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 325 Stundenkilometern traf er auf der Hauptinsel Viti Levu auf Land. "Häuser wurden zerstört, viele tief liegende Gebiete wurden überflutet", berichtete Bainimarama. "Nach dieser großen Tragödie sind viele ohne Strom, ohne Zugang zu sauberem Wasser und ohne Kommunikationsmöglichkeiten."

Auf einigen abgelegenen Inseln gab es auch am Montag Probleme damit, die Kommunikationsleitungen wiederherzustellen. Vor allem auf der Insel Koro richtete Winston schwere Schäden an. Mehr als 6.000 Einwohner Fidschis kamen in Notfallunterkünften unter, nachdem ihre Häuser zerstört oder überschwemmt worden waren. Fidschi hat rund 900.000 Einwohner und mehr als 100 bewohnte Inseln.

Wegen des Zyklons wurden alle Schulen für eine Woche geschlossen – viele von ihnen wurden zu Notunterkünften umgewandelt. Alle Touristen seien in Sicherheit, teilte Tourismusminister Faiyaz Siddiq Koya mit. Die meisten Hotelanlagen hätten keine strukturellen Schäden erlitten. Am Montag nahm der Flughafen Nadi seinen Betrieb wieder auf. Viele ausländische Touristen kamen, um die Inseln zu verlassen. Im Jahr sind rund 750.000 Besucher auf den Fidschi-Inseln, die meisten aus Australien und Neuseeland.