Die geplanten Registrierzentren für Flüchtlinge auf den griechischen Inseln in der Ägäis sind laut der Regierung des Landes bis Mitte Februar einsatzbereit. Verteidigungsminister Panos Kammenos von der rechtspopulistischen Partei Unabhängige Griechen (Anel) sagte bei einem Besuch auf der Insel Lesbos, alle der sogenannten Hotspots seien bis zum 15. Februar "fertig".

Kammenos besuchte auch die Inseln Chios, Kos, Leros und Samos. Auch dort sollen Registrierzentren entstehen. Der Minister wurde von ranghohen Regierungsbeamten und vom Vertreter des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) für Griechenland, Philippe Leclerc, begleitet. Die griechische Armee arbeite auf Hochtouren, um die Hotspots bis zum 15. Februar fertigzustellen, erklärte Leclerc.

Die EU-Kommission hatte der griechischen Regierung vergangene Woche schwere Versäumnisse bei der Sicherung der EU-Außengrenzen zum Nicht-Schengen-Staat Türkei vorgeworfen. Die EU und die Türkei hatten im November einen Aktionsplan in der Flüchtlingskrise vereinbart. Ankara verpflichtete sich dabei, die ungeregelte Einwanderung in die EU zu stoppen. Dafür wurden der Türkei drei Milliarden Euro zugesagt, mit denen die Lebensbedingungen für die mehr als zwei Millionen Syrien-Flüchtlinge in dem Land verbessert werden sollen.

Weil die EU Schwierigkeiten hatte, die erforderlichen Gelder von ihren Mitgliedern einzutreiben, wurde der Hilfsfonds erst am Mittwoch unter Dach und Fach gebracht.

Trotz Winterwetters begeben sich weiterhin jede Woche Tausende Menschen von der Türkei aus auf die gefährliche Bootsüberfahrt in Richtung Europäische Union. Immer wieder kommen dabei Menschen ums Leben, darunter viele Kinder.