Flüchtlinge an der Grenze zwischen Griechenland und Mazedonien © Ognen Teofilovski/Reuters

Die EU-Kommission geht der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung zufolge davon aus, dass ein großer Teil der ankommenden Flüchtlinge wieder zurückmuss. Etwa 40 Prozent der über die Balkanroute kommenden Menschen haben demnach keine realistische Aussicht auf Asyl oder Flüchtlingsschutz in der Europäischen Union.

Der Grenzschutzagentur Frontex zufolge waren im Januar 39 Prozent der Flüchtlinge, die von der Türkei nach Griechenland kamen, Syrer. Diese Quote habe im September noch bei 69 Prozent gelegen. Dagegen sei der Anteil von Irakern von acht auf 25 Prozent und der von Afghanen von 18 auf 24 Prozent gestiegen, hieß es weiter. Diese Gruppen hätten geringere Anerkennungsquoten. Das stimmt allerdings nur bedingt, die Anerkennungsquote für Iraker etwa ist in der EU insgesamt und speziell in Deutschland sehr hoch. Hinzu kommt laut Frontex ein größerer Anteil von Maghrebinern, die meist als Wirtschaftsflüchtlinge eingestuft würden. 

Wie die Zeitung weiter berichtet, erreichten im Januar 60.466 Migranten von der Türkei aus Griechenland. Das entsprach einem Tagesdurchschnitt von 1.951 Personen – verglichen mit 3.497 Personen im Dezember und 6.929 Personen im bisherigen Spitzenmonat Oktober 2015. Die Zahl der Flüchtlinge könnte schon bald wieder ansteigen. Kämpfe rund um Aleppo haben eine neue Massenflucht ausgelöst.

Derzeit hält die türkische Regierung den Grenzübergang zu Syrien aber geschlossen. Der UN zufolge harrten deshalb zuletzt rund 20.000 Menschen allein im syrischen Bab al-Salama gegenüber des türkischen Grenzübergangs Öncüpinar aus.