Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Charleston, South Carolina © Jonathan Ernst/Reuters

Der Geschäftsmann Donald Trump hat laut Hochrechnungen von Fernsehsendern die Vorwahl der US-Republikaner im Bundesstaat South Carolina gewonnen. Die Sender NBC und Fox News erklärten Trump nach Schließung der Wahllokale in dem Südstaat zum Sieger. Für Trump ist es der zweite Sieg nach dem Erfolg bei der Vorwahl in New Hampshire. Der Sieger der Auftaktabstimmung in Iowa, Ted Cruz, und Marco Rubio liefern sich ein enges Rennen um Platz zwei.

Wählerbefragungen zeigten, dass rund drei Viertel der republikanischen Wähler in South Carolina ein vorübergehendes Einreiseverbot für Muslime ohne amerikanischen Pass unterstützen. Dies war einer der umstrittensten Vorschläge Trumps gewesen. Eine Mehrheit der Wähler, die nach einem Außenseiterkandidaten suchten, sprach sich zudem für den New Yorker Milliardär aus.

Hillary gewinnt gegen Sanders

Hillary Clinton setzte sich bei der Vorwahl um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten im Bundesstaat Nevada knapp gegen ihren Kontrahenten Bernie Sanders durch. Nach Auszählung von 80 Prozent der Stimmbezirke lag sie praktisch uneinholbar mit 52,1 Prozent vor Sanders mit 47,8 Prozent.

"An alle, die sich in jeder Ecke von Nevada mit Entschlossenheit und Herz beteiligt haben: Das ist euer Sieg. Danke schön", schrieb die frühere Außenministerin auf Twitter. Überall in dem westlichen Bundesstaat waren am Samstag Anhänger der Demokraten zu Wahlversammlungen zusammengekommen, den sogenannten Caucuses.

Sanders räumte seine Niederlage ein und gratulierte Clinton telefonisch. "Ich bin sehr stolz auf unseren Wahlkampf", erklärte der Senator. "Vor fünf Wochen lagen wir 25 Prozentpunkte zurück und am Ende sind wir bei einer sehr knappen Wahl gelandet. Und wir werden Nevada wahrscheinlich mit einem soliden Anteil an Delegiertenstimmen verlassen."