Angesichts der Not in Syrien und dessen Nachbarländern will die Bundesregierung dem UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR zusätzlich 500 Millionen Euro zusagen. Das berichtet die Rheinische Post und beruft sich dabei auf Regierungskreise. Demnach will Bundeskanzlerin Angela Merkel diese Aufstockung auf der Londoner Geberkonferenz für die Region am kommenden Donnerstag bekannt geben.

Damit summiert sich die deutsche Leistung in diesem Bereich im laufenden Jahr auf 1,5 Milliarden. Nach UN-Schätzung muss die Weltgemeinschaft insgesamt mehr als sieben Milliarden Euro aufbringen, um die Not der Bürgerkriegsopfer in dem Land zu lindern.

Auf Einladung Deutschlands, Großbritanniens, Norwegens, Kuwaits und der Vereinten Nationen kommen in London mehr als 70 Regierungsvertreter zusammen, um Hilfsgelder für die Opfer des syrischen Bürgerkriegs zu mobilisieren.

Vor der Konferenz appellierte CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen an andere EU-Staaten, mehr zu spenden. Bislang engagierten sich in Europa nur die Staaten, in die Flüchtlinge kämen, kritisierte der Chef des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages. "Das ist ein Mangel an Solidarität", sagte er.

Zudem kritisierte der CDU-Politiker Russland und den Iran. Beide Länder gelten als Unterstützer des syrischen Regimes.  Die Belagerung von Städten, in denen Hunderttausende hungernde Menschen lebten, müsse aufhören, sagte Röttgen. Hilfskonvois müssten durchgelassen und die Versorgung mit Nahrung und Medizin zugelassen werden.