Ein Teil der 450 Millionen US-Dollar soll für die Beseitigung aller Landminen – wie hier in Campo Alegre – verwendet werden. © Raúl Arboleda/afp/Getty Images

Die USA stellen zur Unterstützung Kolumbiens auf dem Weg zum Abschluss eines endgültigen Friedensabkommens 450 Millionen Dollar (404 Millionen Euro) bereit. Das Geld soll etwa dabei helfen, alle Landminen in Kolumbien binnen fünf Jahren zu entfernen. Kolumbien habe sich in den vergangenen Jahren bemerkenswert zum Guten gewandelt, sagte US-Präsident Barack Obama bei einem Besuch des kolumbianischen Präsidenten Juan Manuel Santos in Washington. Trotzdem blieben noch große Herausforderungen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte kürzlich auf Bitten beider Konfliktparteien beschlossen, eine Beobachtermission zu schaffen, die die Einhaltung des geplanten Waffenstillstands und die Entwaffnung der Rebellen überwachen soll. Die kolumbianische Regierung und die marxistische Guerillaorganisation Farc verhandeln seit Ende 2012 über ein Ende ihres jahrzehntelangen Konflikts. Im vergangenen September verkündeten sie bei einem historischen Treffen einen Durchbruch. Die USA unterstützen den Verhandlungsprozess. Plan ist es, bis zum 23. März eine endgültige Friedensvereinbarung zu erzielen.

In dem mehr als 50 Jahre andauernden Bürgerkrieg wurden bislang mehr als 220.000 Menschen getötet, 5,3 Millionen wurden in die Flucht getrieben. Nach Syrien ist Kolumbien das Land mit den meisten Binnenflüchtlingen. Im Rahmen des sogenannten Plan Colombia hatten die USA das kolumbianische Militär in den vergangenen 15 Jahren mit Milliardenbeträgen unterstützt.