Kuba hat eine versehentlich nach Havanna verschickte amerikanische Luft-Boden-Rakete an die USA zurückgegeben. "Ohne in die Details zu gehen" könne er bestätigen, dass Kuba die Rakete zurückgegeben habe, sagte US-Außenamtssprecher Mark Toner. US-Experten seien mit der Rakete vom Typ AGM Hellfire aus Kuba in ihr Heimatland geflogen.

Das Geschoss mit einem Laserlenksystem sei im Juni 2014 aus Paris irrtümlich nach Havanna gelangt. Dort entdeckten es kubanische Zollbeamte. Das Außenministerium drückte seine Besorgnis über den Vorfall aus.

Das Wall Street Journal hatte Anfang Januar einen unbestätigten Bericht über den Fall veröffentlicht. Der Zeitung zufolge verschickte der Hersteller Lockheed Martin Corporation die Rakete für eine Nato-Übung nach Spanien. Im Anschluss wurde sie allerdings nicht wieder zurück in die USA verfrachtet, sondern am Pariser Flughafen Charles de Gaulle in eine Air-France-Maschine verladen, die Havanna als Ziel hatte. Die Rakete enthielt demzufolge keinen Sprengstoff.

Hellfire-Raketen wurden zur Bekämpfung von Panzern, Gebäuden und anderen Objekten aus der Luft entwickelt. Sie können von Hubschraubern und Drohnen abgefeuert werden.