Die Londoner Geberkonferenz für Syrien hat ihr Ziel erreicht: Etwa neun Milliarden Euro (gut zehn Milliarden Dollar) spenden die Staaten an internationale Hilfsorganisationen für syrische Bürgerkriegsflüchtlinge. Das teilte der britische Premierminister David Cameron in London mit. "Wir senden ein klares Signal an die Bevölkerung in Syrien. Wir stehen an ihrer Seite", sagte Cameron.

70 Regierungsdelegationen waren aufgerufen worden, acht Milliarden Euro für Flüchtlingslager in der Türkei, Jordanien und im Libanon zu geben. Dahinter steht die Überlegung, dass Flüchtlinge aus Syrien in der Nähe ihrer Heimat bleiben, wenn sie dort besser versorgt werden. 

Cameron sagte, es könne in London nicht nur ein Zukunftsmodell für humanitäre Hilfe etabliert werden, sondern auch "ein Funken Hoffnung, der benötigt wird, damit Menschen aufhören zu denken, sie hätten keine Option, als ihr Leben auf einer gefährlichen Reise nach Europa zu riskieren".

Russland forderte er dazu auf, seinen Einfluss geltend zu machen, damit die Angriffe in Syrien beendet werden. Er mahnte: "Wir brauchen einen Waffenstillstand."

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einem großen Erfolg. Die Hälfte des Geldes werde bereits 2016 zur Verfügung gestellt. "Noch nie wurde so viel Geld an einem Tag für eine einzelne Krise gesammelt." 

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, nun könne die Hilfe sofort beginnen. Sie würdigte die "großartigen Leistungen" des Libanon und Jordaniens für die Aufnahme so vieler Flüchtlinge.