Hilfskonvois unterwegs nach Madaya im Norden Syriens. Laut Ärzte ohne Grenzen wurde im Süden des Landes ein Krankenhaus bombardiert. ©dpa

Bei einem Luftangriff auf ein Krankenhaus im Süden Syriens wurden nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen (MSF) drei Menschen getötet. Sechs weitere Menschen seien bei der Bombardierung der von MSF unterstützten Klinik in der Stadt Tafas, zwölf Kilometer von der jordanischen Grenze entfernt, verletzt worden, hieß es in einer Mitteilung der Hilfsorganisation.

Informationen darüber, wer den Angriff am vergangenen Freitag geflogen hat, gibt es bisher nicht. In der Region gab es zuletzt intensive Luftangriffe der syrischen Luftwaffe und der mit ihnen verbündeten russischen Streitkräfte zur Unterstützung der Regierungstruppen. 20.000 Einwohner von Tafas sind laut MSF aus der Stadt geflohen.

"Allein seit Jahresbeginn wurden 13 Gesundheitseinrichtungen in Syrien bombardiert. Das zeigt, dass auch Kliniken keine Orte mehr sind, an denen Patienten in Sicherheit genesen können", kritisiert MSF in der Mitteilung.

Russland hat den USA derweil neue Vorschläge zur Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien gemacht. Das zumindest behauptete Außenminister Sergej Lawrow gegenüber der Zeitung Moskowski Komsomolets. Allerdings nannte er keine Details. Lawrow soll US-Außenminister John Kerry am Donnerstag bei der Sicherheitskonferenz in München treffen.

Russland ist ein enger Verbündeter des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Seit dem 30. September unterstützt Moskau die Regierungstruppen mit Luftangriffen.