US-Botschafterin Samantha Power reagierte verärgert auf den russischen Syrien-Reformentwurf. ©  Jason Szenes/dpa

Ein russischer Resolutionsentwurf, mit dem ein Verbot aller gegen die Souveränität Syriens gerichteten Handlungen erreicht werden sollte, ist im UN-Sicherheitsrat durchgefallen. Das Papier erhielt bei einer auf Drängen Russlands einberufenen Sondersitzung hinter verschlossenen Türen in New York nicht genügend Unterstützung.

Unter anderem die Vetomächte Frankreich und USA lehnten den Entwurf ab, der dazu auffordert "die Souveränität Syriens voll zu respektieren und jegliche Beschießungen und Grenzübertretungen sowie Pläne für Bodentruppen sofort aufzugeben". Russland hatte den Entwurf vor dem Hintergrund türkischer Angriffe auf kurdische Einheiten in Syrien vorgelegt.

"Anstelle die Welt mit dieser Resolution abzulenken, wäre es wirklich gut, wenn Russland die Resolution, der wir alle bereits zugestimmt haben, implementieren würde", sagte US-Botschafterin Samantha Power unter Bezug auf ein vor einigen Monaten verabschiedetes Papier, das einen Plan zum Ende der Krise unterstützt. Frankreichs UN-Botschafter François Delattre sagte auf die Frage von Journalisten, ob sein Land den russischen Resolutionsentwurf unterstütze: "Die kurze Antwort ist: nein."