Nach dem syrischen Regime und der Opposition haben auch die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) erklärt, die Waffenruhe in Syrien einhalten zu wollen. Die YPG messe dem Prozess große Bedeutung bei und werde ihn respektieren, heißt es in einer Mitteilung der Miliz. Man behalte sich aber vor, Gegenschläge durchzuführen, falls man angegriffen werden sollte.

Die YPG ist der wichtigste Verbündete des Westens im Kampf gegen den "Islamischen Staat" (IS). Sie beherrscht weite Teile des Grenzgebiets zur Türkei. Die türkische Regierung sieht in der YPG einen Verbündeten der PKK und ihres militärischen Arms und beschießt ihre Stellungen regelmäßig von der Grenze aus. Am Mittwoch hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan gefordert, dass die YPG von der Waffenruhe ausgenommen werden solle.

Der von den USA und Russland ausgehandelte Waffenstillstand soll ab Samstag gelten. Angriffe gegen den "Islamischen Staat" (IS), die Al-Nusra-Front und mit ihr verbündete islamistische Milizen sollen allerdings weitergehen.

UN bereiten neue Friedensgespräche vor

Die Vermittler im Syrien-Konflikt wollen die Waffenruhe für neue Gespräche nutzen. Der Syrien-Gesandte der UN, Staffan de Mistura, kündigte an, am Freitag einen neuen Termin für Verhandlungen bekanntgeben zu wollen. 

Die Feuerpause solle auch dazu genutzt werden, um Hilfsgüter nach Syrien zu bringen. Der für humanitäre Hilfe in Syrien verantwortliche UN-Vertreter Jan Egeland sagte, es stünden Hilfskonvois für Aleppo, Homs und die anderen belagerten Orte in Syrien bereit.