Die Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner: Marco Rubio (v.l.), Donald Trump und Ted Cruz © Gary Coronado/Houston Chronicle/dpa Picture-Alliance

Im Vorwahlkampf der Republikaner haben Marco Rubio und Ted Cruz ihre Steuererklärungen veröffentlicht. Ihrem Konkurrenten Donald Trump warfen sie vor, Dokumente zurückzuhalten. Auch Mitt Romney, der vor vier Jahren Präsidentschaftskandidat der Republikaner war, bezichtigte Trump, etwas zu verbergen.

"Ich denke, er ist nicht so reich, wie er behauptet", sagte Rubio während eines Wahlkampfauftrittes in Georgia. In einer Mitteilung schrieb Cruz: "Wenn Donald seine Steuererklärung peinlich ist, dann müssen die Wähler die Fakten bewerten. Es ist Zeit, das Aufschieben zu beenden und reinen Tisch mit den Amerikanern zu machen."

Trump halte entsprechende Dokumente zurück, weil so belegt werden würde, dass er seinen Reichtum übertreibt und linke Gruppen unterstütze, spekulierte Cruz. Er veröffentlichte eine zweiseitige Zusammenfassung seiner Steuererklärung. Aus dieser geht hervor, dass er 2014 insgesamt 1,2 Millionen Dollar verdiente und dafür 389.124 Dollar Steuern bezahlte.

Aus den Dokumenten, die Rubio vorlegte, geht vor, dass er als Senator von Florida jährlich 176.000 US-Dollar verdient. Zusätzlich nahm er Geld aus Buchverträgen ein. Das gemeinsame Einkommen mit seiner Ehefrau Jeanette betrug zuletzt 531.000 Dollar. In den vergangenen Jahren zahlte er zwischen 46.500 und 254.894 Einkommenssteuer.

Trump hatte Rubio wiederholt angegriffen und behauptet, er würde über seinen Verhältnissen leben. Rubio hatte nach seinem Jurastudium fast 150.000 Dollar Schulden, welche er erst mit den Erlösen aus seiner Biografie bezahlen konnte, die er 2012 veröffentlichte. Auch hatte er 2008 Probleme, die Raten für sein 384.000 Dollar teures Haus in Südflorida zu bezahlen, obwohl er als Anwalt in Miami 300.000 Dollar verdiente.