Die republikanischen Präsidentschaftsbewerber Donald Trump (links) und Ted Cruz in einer Pause der TV-Debatte in Las Vegas © Chris Keane/Reuters

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat seinem Konkurrenten Ted Cruz mit einer Klage gedroht. Hintergrund sind wiederholte Behauptungen Trumps, sein Widersacher sei nicht in den USA, sondern in Kanada geboren und dürfe damit laut Verfassung nicht Präsident der Vereinigten Staaten werden. Cruz solle aufhören, "falsche Werbung" zu machen und "seine Lügen" widerrufen, sagte der umstrittene Bewerber.

Auf Wahlkampfveranstaltungen sagte Trump, Cruz sei "der unehrlichste Kerl, den ich jemals in der Politik getroffen habe", und forderte, ein Bundesgericht solle über die Eignung seines Rivalen für das Präsidentenamt entscheiden. Dabei haben Experten bereits festgestellt, dass Cruz alle rechtlichen Vorgaben erfüllt: Seine US-amerikanische Mutter brachte ihn 1970 in Kanada zur Welt, heute ist er texanischer Senator.

US-Vorwahlen - Sanders und Trump gewinnen in New Hampshire Die Überraschung dieser Vorwahl ist das starke Ergebnis des Senators Bernie Sanders, der nun deutlich vor Hillary Clinton liegt. Bei den Republikanern hat sich Donald Trump die meisten Stimmen gesichert.

Bush hilft Bush

Unterdessen machte der frühere US-Präsident George W. Bush in South Carolina erstmals Wahlkampf für seinen Bruder Jeb. "Ich habe Jeb in Aktion erlebt", sagte der 69-Jährige in Charleston. "Ihr könnt Euch darauf verlassen, dass er sich auf der Weltbühne angemessen und vertrauenswürdig verhalten wird."

Ohne Namen zu nennen, ging er auch auf andere Bewerber der Republikaner ein: "Der Stärkste im Raum ist nicht der Lauteste." Das dürfte ein klarer Seitenhieb auf Donald Trump gewesen sein, der stets mit populistischen Forderungen auffällt.

Jeb Bush galt bei den Republikanern anfangs als Favorit im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur, enttäuschte dann aber. Bei dem Caucus in Iowa holte der 63-Jährige nur 2,8 Prozent der Wählerstimmen, bei der Vorwahl in New Hampshire kam er auf elf Prozent. Ein schlechtes Abschneiden in South Carolina könnte schon das Ende seiner Ambitionen für das Weiße Haus bedeuten. Die Vorwahl der Republikaner in dem Bundesstaat steht am kommenden Samstag an.

Kurz erklärt - So funktionieren die US-Wahlen Iowa hat am 1. Februar als erster US-Bundesstaat über die Präsidentschaftsbewerber von Demokraten und Republikanern abgestimmt. Doch der Weg vom Vorwahlauftakt im Mittleren Westen bis zum entscheidenden Duell um das Weiße Haus ist noch lang.