Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat seine Forderung erneuert, Folter als Verhörmethode wieder zu erlauben. "Folter funktioniert", sagte der New Yorker Milliardär vor seinen Anhängern im US-Staat South Carolina. Dort stehen am kommenden Samstag die nächsten republikanischen Vorwahlen an. Trump erneuerte sein Versprechen, dass er als Präsident das umstrittene Waterboarding wieder zulassen und weitere Foltermethoden genehmigen werde.

"Sagt mir nicht, das würde nicht funktionieren. Folter funktioniert, in Ordnung, Leute?", sagte Trump. Waterboarding sei zwar eine gute Methode, aber nicht stark genug, um Terroristen zu verhören. Über diese sagte Trump: "Sie hacken Köpfe ab. Glaubt mir, wir sollten stärker werden, weil unser Land in Schwierigkeiten steckt, wir sind in Gefahr."

Das Waterboarding war eine in den USA gängige Verhörpraxis, bis Präsident Barack Obama davon abrückte. Bei dieser Art Folter wird das Ertrinken des Opfers simuliert, indem ein Tuch über Mund und Nase ununterbrochen mit Wasser begossen wird.

US-Vorwahlen - Sanders und Trump gewinnen in New Hampshire Die Überraschung dieser Vorwahl ist das starke Ergebnis des Senators Bernie Sanders, der nun deutlich vor Hillary Clinton liegt. Bei den Republikanern hat sich Donald Trump die meisten Stimmen gesichert.

Im Jahr 2014 hatte ein Bericht des Geheimdienstkomitees des US-Senats festgestellt, dass Foltermethoden wie diese keine neuen Informationen für die CIA produziert hätten. Donald Trump ist indessen nicht der einzige republikanische Kandidat, der sich für eine Aufweichung des Folterverbotes ausspricht; auch viele seiner Mitbewerber haben das bereits getan.

Trump gab sich bei seinem Wahlkampfauftritt erneut streitlustig gegenüber seinen Parteikollegen. In Walterboro erklärte er, er sehe "kleine Risse" in der Partei. Die Republikaner im US-Senat könnten sich in der Diskussion um die Nachfolge des verstorbenen Supreme-Court-Richters Antonin Scalia nicht behaupten. Präsident Barack Obama habe vor, einen Juristen zu nominieren, der der Freiheit beim Tragen von Waffen "sehr negativ" gegenüberstehe, sagte Trump.