Ex-Präsidentschaftsbewerber Chris Christie und Donald Trump © Joe Raedle/Getty Images

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump bekommt die Unterstützung von seinem einstigen Konkurrenten Chris Christie. Das kündigte der Gouverneur von New Jersey bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Trump in Texas an. "Ich bin stolz, hier zu sein, um Donald Trump zu unterstützen", sagte er. "Er schreibt das Textbuch der amerikanischen Politik um." 

Christie war vor zwei Wochen aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur ausgestiegen, nachdem er bei den Vorwahlen in den Bundesstaaten Iowa und New Hampshire nur auf hinteren Plätzen gelandet war. Seine öffentliche Unterstützung für Trump kam einen Tag, nachdem Trumps Mitbewerber auf die republikanische Präsidentschaftskandidatur Ted Cruz und Marco Rubio den Immobilienunternehmer in einer Fernsehdebatte attackiert hatten. 

Rubio warf Trump eine schwankende Haltung in der Einwanderungspolitik vor. Trump fordert im Wahlkampf die Abschiebung aller illegal im Land lebenden Migranten. Dabei habe Trump selbst Ausländer für Arbeiten auf seinem Anwesen angeheuert, damit Amerikanern Jobs weggenommen und dafür Bußgelder für Arbeitsrechtsverstöße kassiert, sagte Rubio. Zu Trumps Versprechen, eine Mauer entlang der amerikanisch-mexikanischen Grenze zu errichten, sagte der Senator von Florida: "Wenn er eine Mauer auf die Art und Weise baut, auf die er den Trump Tower gebaut hat, wird er das mit illegaler Einwanderung tun." Trump erwiderte auf die Kritik: "Ich habe Zehntausende Menschen eingestellt. Sie haben niemanden eingestellt."

Im Rennen um die Kandidatur der Republikaner befinden sich neben Trump noch vier Kandidaten: die Senatoren Ted Cruz und Marco Rubio, der Gouverneur von Ohio, John Kasich und der pensionierte Neurochirurg Ben Carson. Der nächste Vorwahltermin ist der Super Tuesday am Dienstag, wenn in elf Bundesstaaten gewählt wird.

Bei den Demokraten findet am Samstag vor dem Super Tuesday noch eine Abstimmung in South Carolina statt. Hillary Clinton versuchte im Vorfeld, von ihrem Vorteil bei schwarzen Wählern gegenüber ihrem Rivalen Bernie Sanders zu profitieren.

US-Vorwahlen - Cruz und Rubio gegen Trump Bei der letzten TV-Debatte der republikanischen Präsidentschaftsbewerber vor dem Super Tuesday gingen Marco Rubio und Ted Cruz in die Offensive gegen Donald Trump. Ein Ausschnitt