Das Lager der republikanischen Bewerber um das Amt des US-Präsidenten ist weiter zusammengeschmolzen. Am Mittwoch gab nach der einzigen weiblichen Anwärterin Carly Fiorina auch der als moderat geltende Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den Konservativen auf. Beide Kandidaten waren bei den ersten beiden Vorwahlen in den Bundesstaaten Iowa und New Hampshire jeweils nur auf den hinteren Plätzen gelandet. Von dem ursprünglich 17 Anwärter umfassenden Bewerberfeld der Republikaner sind damit noch sechs übrig.

Christie teilte auf seiner Facebook-Seite mit, er verabschiede sich ohne einen Funken des Bedauerns und sei stolz auf sein Team und den Wahlkampf. "Ich habe mich für die Präsidentschaft beworben mit der Botschaft, dass die Regierung wieder für die Bevölkerung arbeiten muss und nicht die Bevölkerung für die Regierung", erklärte der Gouverneur weiter. "Diese Botschaft wurde von vielen Leuten gehört und unterstützt, aber eben nicht von ausreichend vielen und das ist in Ordnung."

Dem 53-Jährigen waren zu Beginn des Wahlkampfs einige Chancen eingeräumt worden. Anhänger loben seine volkstümliche Art, Kritiker werfen ihm dagegen Grobschlächtigkeit und ein loses Mundwerk vor. Im republikanischen Feld dieses Jahres galt Christie als vergleichsweise moderat.

US-Vorwahlen - Sanders und Trump gewinnen in New Hampshire Die Überraschung dieser Vorwahl ist das starke Ergebnis des Senators Bernie Sanders, der nun deutlich vor Hillary Clinton liegt. Bei den Republikanern hat sich Donald Trump die meisten Stimmen gesichert.

Noch sechs Männer sind im Rennen

Die frühere Managerin Carly Fiorina erklärte: "Auch wenn ich heute meine Kandidatur aussetze, werde ich weiter dieses Land bereisen und für jene Amerikaner kämpfen, die es ablehnen, sich mit einem Status quo abzufinden, der für sie nicht mehr funktioniert."

Fiorina hatte versucht, mit ihrer Erfahrung als frühere Chefin des Technologiekonzerns Hewlett-Packard bei den Wählern zu punkten – allerdings hatte sie das Unternehmen 2005 auf Druck unzufriedener Aktionäre verlassen müssen. Während des Präsidentschaftswahlkampfes 2008 arbeitete sie als wirtschaftspolitische Beraterin für den damaligen republikanischen Kandidaten John McCain. Anschließend bewarb sie sich erfolglos um einen Senatssitz in Kalifornien.

Bei den Republikanern sind nun noch sechs Männer im Rennen: Jeb Bush, Ben Carson, Ted Cruz, Marco Rubio, John Kasich und Donald Trump. Auf den Wahlzetteln steht auch weiter Jim Gilmore, er gilt aber als irrelevant.