Vier Tage nach den Anschlägen: Viele Tausende Belgier gedenken in Brüssel der Opfer. © Geert Vanden Wijngaert/dpa

Der für Sonntag geplante Marsch gegen die Angst in Brüssel ist von den Veranstaltern abgesagt worden. Zuvor hatten Innenminister Jan Jambon und der Brüsseler Bürgermeister Yvan Mayeur an die Bevölkerung appelliert, nicht an dem Marsch teilzunehmen. "Kommt nicht", hatte Jambon gefordert und auf die  Überlastung der Polizei hingewiesen. Die Initiatoren erklärten nun, sie hätten Verständnis für die Bitte des Innenministers. "Die Sicherheit unserer Bürger ist eine absolute Priorität", hieß es in ihrer Erklärung.

Die Initiatoren hatten mit dem Marsch ein Zeichen gegen Extremismus und Gewalt setzen wollen. Die Demonstration sollte am Sonntagnachmittag am zentralen Place de la Bourse beginnen, der zu einem Gedenkort für die Opfer der Anschläge geworden ist.  

Die Veranstaltung soll verschoben werden. Brüssels Bürgermeister Mayeur schlug eine Verlegung der Kundgebung um mehrere Wochen vor, um es den Sicherheitsbehörden zu "erlauben, ihre Arbeit zu tun". Vier Tage nach den Attentaten in Brüssel gilt in Belgien die zweithöchste Terrorwarnstufe.

Am Dienstag hatten sich zwei Attentäter am Flughafen Brüssel-Zaventem in die Luft gesprengt. Rund eine Stunde später verübte ein weiterer Angreifer einen Selbstmordanschlag in einer U-Bahn-Station im Europaviertel. Insgesamt wurden mindestens 31 Menschen getötet und 300 weitere verletzt. Die Selbstmordattentäter und ihre Helfer sollen auch Verbindungen zu Dschihadisten gehabt haben, die für die Anschläge in Paris verantwortlich sind.

Anschläge in Brüssel - Belgische Ermittler beschuldigen Fayçal C. als Terroristen Bei dem festgenommenen Fayçal C. handelt es sich nach Medienberichten um den gesuchten dritten mutmaßlichen Attentäter vom Brüssler Flughafen. Er und ein weiterer Mann werden der Beteiligung an terroristischen Aktivitäten beschuldigt.