Die belgische Polizei hat bei 13 Durchsuchungen in Brüssel und den Städten Mechelen und Duffel insgesamt neun Personen festgenommen. Fünf von ihnen seien nach einer Befragung wieder freigelassen worden, teilte die Bundesstaatsanwaltschaft mit.

Die Razzien stehen im Zusammenhang mit den Ermittlungen nach den Terrorangriffen von dieser Woche. Eine ausdrückliche Verbindung zog die Behörde aber nicht.

 Im Zentrum von Brüssel störten etwa 150 Hooligans das Gedenken an die Opfer auf dem Börsenplatz. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Belga war ein Teil von ihnen betrunken. Die Unruhestifter skandierten: "Belgische Hooligans. Wir sind hier zu Hause". Es kam zu Rangeleien mit Polizisten. Die Polizei sperrte den Platz ab und setzte Wasserwerfer ein.

Trotz der Absage des geplanten Gedenkmarschs "Gegen die Angst" für die Opfer der Terroranschläge hatten sich am Nachmittag mehrere Hundert Menschen an der Börse versammelt.

Der öffentlich-rechtliche Sender RTBF und mehrere flämische Medien berichteten von einem Propagandavideo des selbsternannten "Islamischen Staates", in dem ein aus Antwerpen stammender Dschihadist in einem Hinrichtungsvideo weitere Anschläge in Belgien angekündigte. Der Mann, der für den IS in Syrien kämpft, nannte die Attentate in Brüssel nur einen "Vorgeschmack".

Bei den Terrorabschlägen in der belgischen Hauptstadt hatten drei Attentäter am Dienstag auf dem Flughafen und in einer Metrostation mindestens 28 Menschen und sich selbst getötet. 270 weitere wurden verletzt. Zu den Anschlägen bekannte sich der "Islamische Staat".