Ein beschädigtes Haus in Beit Lahija im Norden des Gazastreifens (Archivbild) ©  Mohammed Saber/EPA/dpa

Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen ist nach palästinensischen Angaben ein Kind getötet worden. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Gazastreifens starb der Zehnjährige, als israelische Flugzeuge in Beit Lahija im Norden des Gazastreifens einen Stützpunkt der Kassam-Brigaden, des bewaffneten Arms der Hamas-Bewegung, angriffen. Die Schwester des Jungen wurde demnach schwer, sein Bruder leicht verletzt.

Wenige Stunden zuvor waren vier aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen auf israelischem Gebiet gelandet. Verletzt wurde niemand. Als Reaktion auf den Beschuss griff die israelische Luftwaffe neben dem Stützpunkt in Beit Lahija drei weitere Ziele im nördlichen Gazastreifen an.

Nach Militärangaben sind seit dem Ende des Gaza-Kriegs im Sommer 2014 insgesamt mehr als 30 Raketen aus dem Gazastreifen in Israel eingeschlagen. Zu den Angriffen bekannten sich wiederholt radikale Salafisten, doch macht Israel grundsätzlich die Hamas für den Beschuss verantwortlich.

Israel und die islamistische Bewegung, die den Gazastreifen kontrolliert, haben seit 2008 dreimal Krieg gegeneinander geführt, zuletzt 50 Tage lang im Sommer 2014. Bei dem Konflikt wurden etwa 2.200 Palästinenser getötet, davon laut den Vereinten Nationen etwa 1.500 Zivilisten. Große Teile der kleinen palästinensischen Küstenenklave wurden verwüstet. Auf israelischer Seite wurden 73 Menschen getötet, darunter 67 Soldaten.