Ein jesidischer Kämpfer in der Stadt Sindschar © Azad Lashkari/Reuters

Die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) hat nach Angaben des irakischen Militärs zwei wichtige Distrikte an der Grenze zu Syrien verloren. Kämpfer der Jesiden und von irakischen Stämmen hätten die Islamisten aus Um al-Diban und Um Dschurais in der Region Sindschar vertrieben, hieß in einer Erklärung des Militärs.

Damit sei eine zentrale Nachschubroute des IS abgeschnitten. Die Islamisten waren im Sommer 2014 im Irak in die Gebiete der Jesiden-Volksgruppe eingedrungen. Dabei töteten sie Tausende Menschen. Der IS bezeichnet die Jesiden als Teufelsanbeter.

Unterdessen läuft auch eine Offensive zur Rückeroberung der Stadt Mossul. Eine Rückeroberung Mossuls wäre ein Meilenstein für das irakische Militär im Kampf gegen die IS-Miliz. Die Stadt befindet sich seit Juni 2014 in den Händen der Dschihadisten.

In Syrien hat die Armee einen Angriff auf die Antikenstadt Palmyra gestartet und kann erste Erfolge vermelden. Eine die Stadt überragende Zitadelle soll bereits zurückerobert worden sein.