An einem Checkpoint im Irak © Maya Alleruzzo/AP/dpa

Der Irak hat mit ausländischer Unterstützung die lange erwartete Militäroffensive zur Rückeroberung der Stadt Mossul begonnen. Dabei seien mehrere Dörfer im Umland Mossuls eingenommen worden, hieß es in einer Mitteilung der irakischen Streitkräfte.

Die Offensive ist die erste Phase einer Militäraktion, mit der die Regierung die Extremistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) aus der größten Stadt im Norden des Landes vertreiben will. In Mossul lebten einst etwa zwei Millionen Menschen. Die IS-Kämpfer nahmen die Metropole im Jahr 2014 ein. Es ist die bei Weitem größte Stadt in Irak und Syrien, die der IS unter seine Kontrolle brachte.

Die irakische Armee wird durch Luftangriffe der von den USA angeführten internationalen Militärkoalition unterstützt. Deren Einsätze und die der eigenen Luftwaffe spielten bei den Angriffen eine entscheidende Rolle, sagte Brigadegeneral Jahja Rasul, der Sprecher des irakischen Einsatzkommandos.

Es ist nicht klar, wie lange eine solch komplizierte und anspruchsvolle Operation dauern kann. Mossul liegt 360 Kilometer nordwestlich der irakischen Hauptstadt Bagdad. Der IS hatte im Sommer 2014 große Gebiete im Irak und in Syrien erobert. In jüngster Zeit erlitten die Dschihadisten aber vor allem im Irak deutliche Rückschläge. Die dortige Armee und die kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Norden des Landes wurden dabei durch Luftangriffe der von den USA angeführten Militärallianz unterstützt. Auch Ziele in Mossul wurden dabei mehrmals aus der Luft angegriffen.