Propagandafoto von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un © KCNA KCNA/Reuters

Als Reaktion auf jüngste Atom- und Raketentests Nordkoreas haben die USA ihre Wirtschaftssanktionen gegen das asiatische Land verschärft und das Vermögen mehrerer Personen und Organisationen eingefroren. Künftig ist jeder Warenexport von den USA nach Nordkorea untersagt. US-Präsident Barack Obama unterzeichnete ein entsprechendes Dekret und setzte damit eine UN-Resolution um.

Bislang gab es in den USA kein vollständiges Handelsverbot mit Nordkorea. Ein begrenzter Handel blieb erlaubt, obwohl er in der Praxis nur sehr gering ausfiel. Nun sollen unter anderem 20 Frachtschiffe, an denen Nordkorea Anteile hält, auf eine Sperrliste gesetzt werden. Die Maßnahme sei nicht gegen das nordkoreanische Volk, sondern gegen die kommunistische Regierung des abgeschotteten Staates gerichtet, betonte das Weiße Haus.

Nordkorea - Kim Jong Un kündigt weiteren Atomwaffentest an Die atomare Schlagkraft seines Landes wolle er weiter erhöhen, sagt Nordkoreas Diktator Kim Jong Un und kündigte an, Nuklearwaffen testen zu wollen. Südkorea und Japan kritisierten die Pläne.

Nordkorea hatte am 6. Januar seinen vierten Atomwaffentest seit dem Jahr 2006 und einen Monat später den Start einer ballistischen Rakete bekanntgegeben. Beides verstieß gegen UN-Resolutionen. Der UN-Sicherheitsrat beschloss daraufhin Anfang März die bislang schärfsten Sanktionen gegen das international isolierte Land.