Terror in Brüssel - De Maizière spricht von einem Angriff auf die europäische Gemeinschaft Bundesinnenminister Thomas de Maizière sieht die Mobilität in der EU gefährdet. An deutschen Flughäfen werden aufgrund der Anschläge die Sicherheitsmaßnahmen verschärft und Flüge gestrichen.

Die Terroranschläge von Brüssel schockieren Europa. Frankreichs Ministerpräsident Manuel Valls sagte dem Sender BFMTV: "Wir sind im Krieg." Frankreichs Präsident François Hollande sagte: "Der Terrorismus hat Belgien getroffen, aber Europa war das Ziel, und die ganze Welt ist betroffen." Man habe es mit einer globalen Herausforderung zu tun, die globale Antworten erforderten.

Der belgische Regierungschef Charles Michel sagte: "Das ist ein dunkler Moment für unsere Nation." Regierungssprecher Steffen Seibert twitterte: "Die widerwärtigen Anschläge in Brüssel lassen uns alle zusammenstehen: Solidarität mit den Opfern und Entschlossenheit gegen die Terroristen."

Kanzleramtschef Peter Altmaier versicherte der belgischen Hauptstadt deutschen Beistand. "Unfassbar. Die Terroristen dürfen nie gewinnen. Die Werte Europas sind stärker als Hass und Gewalt. Alle Solidarität für Brüssel und die EU", schrieb der Politiker auf Twitter.

SPD-Chef Sigmar Gabriel schrieb auf Facebook: "Ganz Europa steht heute eng an der Seite Belgiens." Der Terror werde Europa nicht dazu bringen, von den Werten der Humanität, der Offenheit und Freiheit abzurücken. Notwendig sei aber ein handlungsfähiger Staat, der die Menschen schütze.

Justizminister Heiko Maas teilte mit: "Das ist ein schwarzer Tag für Europa. Die schrecklichen Taten in Brüssel treffen uns alle. Wir stehen fest an der Seite der Belgier." Das Auswärtige Amt in Berlin appellierte via Twitter: "Bitten Reisende, sich in Brüssel nur mit erhöhter Aufmerksamkeit und Wachsamkeit zu bewegen.

Der britische Premier David Cameron zeigte sich schockiert von den Vorfällen. "Wir werden alles tun, was wir können, um zu helfen", schrieb er auf Twitter. Er berief eine Krisensitzung seiner Regierung ein ebenso wie der der französische Staatspräsident François Hollande . Damit verdichteten sich Hinweise auf einen möglichen Zusammenhang zwischen der Verhaftung eines der Hauptverdächtigen der Pariser Anschläge vom November, Salah Abdeslam, und den Explosionen am Flughafen und einer U-Bahnstation nahe der EU-Zentrale. 

"Wir sind alle Brüsseler"

Der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy schrieb, dass der Terrorismus nicht siegen werde. "Die Einheit der Demokraten in der EU wird immer der Barbarei und dem Unrecht überlegen sein", betonte er. Das griechische Außenministerium twitterte: "Die Hauptstadt unserer (Europäischen) Union wird angegriffen. Wir trauern um die Toten ... Wir sind alle Brüsseler".

Das belgische Königspaar zeigt sich "schockiert" über die Anschläge auf den Brüsseler Flughafen und die Metro, bei der mindestens 21 Menschen starben. Das sagte ein Sprecher des Palastes der Nachrichtenagentur Belga. König Philippe stehe im engen Kontakt mit der Regierung und den zuständigen Stellen.

Mehr Polizisten in Paris

EU-Ratspräsident Donald Tusk sprach in einer Erklärung von "Terroranschlägen" auf die belgische Hauptstadt. Brüssel wurde abgeriegelt, zentrale Straßentunnels und U-Bahnhöfe sowie die Metro wurden geschlossen. Auch auf den Pariser Straßen patrouillierten mehr Polizisten. Die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen Frankfurt wurden verstärkt. Der Zugverkehr zwischen Köln und Brüssel wurde eingestellt.

Orte der Anschläge in Brüssel

Flughafen Brüssel-Zaventem, Karte
Brüssel, Maelbeek, U-Bahn, Metrostation, Karte