Syrische Demonstranten schwenken Flaggen der Freien Syrischen Armee. © Abdalrhman Ismail/Reuters

Der Chefunterhändler des syrischen Oppositionsbündnisses Hohes Verhandlungskomitee (HNC), Mohammed Allusch, hat einen Abgang von Machthaber Baschar al-Assad zur Voraussetzung eines Friedensprozesses gemacht. "Wir glauben, dass eine Übergangszeit mit dem Sturz oder Tod von Baschar al-Assad beginnen sollte", sagte der Islamist Allusch am Samstag in Genf. Am Montag sollen in Genf die Friedensgespräche mit Vertretern der Regierung Assad und seiner Gegner unter UN-Vermittlung fortgesetzt werden.

Allusch sagte, ein Übergangsprozess sei nicht möglich "in der Gegenwart dieses Regimes oder solange der Kopf dieses Regimes noch an der Macht ist". Der syrische Außenminister Walid al-Muallim hatte zuvor betont, seine Regierung werde "mit niemandem reden", der Assad als Präsidenten infrage stelle. Wenn der HNC an seiner Forderung festhalte, brauche er gar nicht erst zu den Verhandlungen nach Genf zu reisen.

Am Dienstag jährt sich der Beginn des Bürgerkriegs in Syrien zum fünften Mal. Begonnen hatte er mit friedlichen Protesten gegen die Regierung Assads. Seither wurden mehr als 270.000 Menschen getötet und Millionen Syrer in die Flucht getrieben.