Regierungstruppen sind in die von der Terrormiliz "Islamische Staat" (IS) besetzte historische Oasenstadt Palmyra vorgerückt. Das melden übereinstimmend die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und der staatliche Fernsehsender Al-Ichbarija. Es gebe schwere Gefechte in dem südwestlichen Viertel al-Gharf.

Der IS rief Zivilisten dazu auf, die Stadt zu verlassen. Die etwa 15.000 verbliebenen Bewohner wurden vor Kämpfen mit den Regierungstruppen gewarnt und per Lautsprecher zur Flucht aufgerufen.


Die syrische Armee hatte mithilfe russischer Luftangriffe vor etwa zwei Wochen eine Offensive zur Rückeroberung Palmyras begonnen. Die Stadt zählt wegen ihrer gut erhaltenen antiken Ruinen zum Unesco-Weltkulturerbe. Der IS hatte Palmyra im Mai 2015 erobert. Seitdem sprengten die Dschihadisten eine Reihe antiker Bauwerke.

Auch im Irak hat eine Offensive gegen den IS begonnen. Regierungstruppen begannen mit einem Angriff auf die nordirakische Millionenstadt Mossul. Mehrere Dörfer im Umland der Stadt seien bereits eingenommen worden, berichtete das Militär. Die irakische Armee wird durch Luftangriffe der von den USA angeführten internationalen Militärkoalition unterstützt.

IS-Kämpfer hatten Mossul im Jahr 2014 eingenommen. Es ist die bei Weitem größte Stadt in Irak und Syrien, die die Dschihadisten unter ihre Kontrolle brachten.