Der demokratische Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders in San Diego © Lenny Ignelzi/AP/dpa

Donald Trump hat die wichtige Vorwahl der Republikaner in Arizona gewonnen, konnte sich im konservativen Mormonenstaat Utah jedoch nicht gegen seinen Widersacher Ted Cruz durchsetzen. Auch die Favoritin bei den Demokraten, Hillary Clinton, verlor in Utah und Idaho deutlich gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders.

Trotz der 58 Delegierten, die Trump in dem großen Bundesstaat Arizona gewann, konnte sich der Immobilienmilliardär nicht entscheidend von seinem Verfolger absetzen. Cruz gewann in Utah deutlich mit 69 Prozent vor Trump und kann jetzt mit insgesamt 463 Delegiertenstimmen rechnen.

Trump verfügt derzeit über die Stimmen von etwa 740 Delegierten. Um es im ersten Wahlgang zur Nominierung bei den Republikanern zu schaffen, braucht er insgesamt mindestens 1.237 Delegierte. Dafür muss er bei den ausstehenden Vorwahlen bis zum 7. Juni noch über 50 Prozent der ausstehenden Delegiertenstimmen sammeln. Trump war dreimal nach Arizona gereist, um die Wähler auf seine Seite zu ziehen. Cruz hatte am Wochenende versucht, mit einer Reise an die Grenze zwischen Arizona und Mexiko in letzter Minute zu punkten. John Kasich führte keinen Wahlkampf in dem Staat.

Bei den Demokraten konnte sich mit Hillary Clinton die Favoritin ebenfalls nicht absetzen. Sie verlor mit deutlichem Abstand in Idaho. Ihr parteiinterner Kontrahent Bernie Sanders konnte deshalb bei den drei Wahlen am Dienstag leicht, aber nicht entscheidend gegenüber Clinton aufholen.

108 Delegiertenstimmen waren zwischen ihr und ihrem Kontrahenten Sanders in den drei Staaten zu verteilen. Clinton erhält aufgrund ihres Siegs in Arizona 46 und in Utah sieben, Sanders gewinnt die Staaten Idaho und Utah deutlich und erhält insgesamt 57 Stimmen. Die frühere First Lady Clinton liegt damit mit 1.214 Delegierten (ohne Superdelegierte) vorn, der Senator von Vermont hat 901 Wahlmänner und Wahlfrauen hinter sich versammelt. 2.383 sind bei den Demokraten für die Präsidentschaftsnominierung notwendig.

Beide Wahlsieger äußerten sich auch zu den Anschlägen in Brüssel. Hillary Clinton wandte sich in Seattle an ihre Anhänger. "Amerika verfällt nicht in Panik", sagte sie. "Wir bauen keine Mauern und wir wenden unseren Freunden nicht den Rücken zu", sagte Clinton in Anspielung auf jüngste Äußerungen von Donald Trump. Dieser hatte unter anderem gesagt, die USA müssten überlegen, ihr Engagement in der Nato zurückzufahren.

Mit Blick auf Brüssel forderte Trump erneut eine Lockerung der Gesetze, um umstrittene Verhörmethoden bis hin zur Folter zu ermöglichen. Zudem sagte er, die USA müssten ihre Grenzen dichtmachen und genauer hinschauen. Clinton trat dem scharf entgegen. "Dies ist die Zeit, in der Amerika Führungsqualitäten zeigen muss, statt sich wegzuducken," sagte die Ex-Außenministerin und sagte Solidarität zu.

US-Vorwahlen - Clinton und Trump gewinnen Vorwahlen in Arizona Im Mormonenstaat Utah mussten sich die beiden Favoriten jedoch ihren Verfolgern Sanders und Cruz geschlagen geben. Sanders konnte gegenüber Clinton aufholen.