Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wisconsin © Scott Olson/Getty Images

Der republikanische Präsidentschaftsbewerber Donald Trump hat sein Bekenntnis widerrufen, jeden nominierten Kandidaten seiner Partei zu unterstützen. Grund dafür seien allerlei Ungerechtigkeiten, die es ihm gegenüber von der Republikanischen Partei, der nationalen Parteiorganisation und dem Parteiestablishment gegeben habe, sagte Trump während einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat Wisconsin.

"Ich wurde sehr unfair behandelt", sagte der 69 Jahre alte Geschäftsmann. Er erwarte auch nicht, dass ihn sein Rivale Ted Cruz unterstütze, sollte er im Juli zum Präsidentschaftskandidaten der Republikaner gekürt werden.

Trump hatte Anfang März in einer Fernsehdebatte der Republikaner gesagt, er würde jeden anderen Kandidaten unterstützen, sollte er auf dem Weg zur Präsidentschaftskandidatur bezwungen werden. Zuvor hatten seine Rivalen Cruz, John Kasich und der mittlerweile aus dem Rennen ausgeschiedene Marco Rubio versprochen, im Falle seiner Nominierung für Trump zu stimmen. 

Trump stellt sich hinter Wahlkampfmanager

Trump stellte sich unterdessen hinter seinen Wahlkampfmanager Corey Lewandowski. Dem engen Berater Trumps wird nach einer Auseinandersetzung mit einer Reporterin der Nachrichtenwebsite Breitbart News Körperverletzung vorgeworfen.

Das Einfachste wäre gewesen, Lewandowski zu feuern, sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung. Doch er wolle nicht das Leben eines Mannes zerstören. Trump las das Statement vor, das die Reporterin bei der Polizei abgegeben hatte. Darin befänden sich Unstimmigkeiten, sagte Trump.

USA - Donald Trumps Wahlkampfleiter festgenommen Der Wahlkampfleiter des republikanischen Präsidentschaftsbewerbers Donald Trump ist wegen mutmaßlicher Körperverletzung im US-Bundesstaat Florida festgenommen worden.

Überwachungskameras zeichneten den Zwischenfall auf, bei dem Lewandowski die Journalistin heftig am Arm gepackt haben soll. Der Wahlkampfmanager muss sich am 4. Mai vor einem Richter verantworten. Er stellte sich der Polizei.

Trump sammelte unter den Bewerbern der Republikaner bisher die meisten Stimmen, um auf dem Parteitag im Sommer als Kandidat für die Präsidentschaftswahl im November nominiert zu werden. Mit seinen Ansichten über Migranten und Muslime entzweit er allerdings Partei und Nation. In Wisconsin finden am 5. April die nächsten Vorwahlen der Republikaner und Demokraten statt.