Donald Trump © Jim Young/Reuters

Der texanische Senator Ted Cruz hat die Vorwahlen zur Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner im Bundesstaat Wyoming deutlich gewonnen. Cruz gewann 66,3 Prozent der Stimmen und landete damit klar vor dem bislang bei den Vorwahlen führenden Geschäftsmann Donald Trump, der lediglich 7,2 Prozent der Stimmen holte. Auf dem zweiten Platz landete Senator Marco Rubio aus Florida mit 19,5 Prozent der Stimmen.

In der US-Hauptstadt, dem Regierungsbezirk Washington, D.C., konnte laut Medienberichten Rubio die Wahl gewinnen. Mit 37 Prozent lag er knapp vor Ohios Gouverneur John Kasich (36), Trump (14) und Cruz (12 Prozent). Damit holte Rubio im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zehn Delegiertenstimmen.

Cruz gewann mit seinem Sieg in Wyoming neun Delegiertenstimmen für den republikanischen Parteitag, Rubio und Trump jeweils eine. Am kommenden Dienstag stehen weitere Vorwahlen unter anderem in Florida, Ohio und Illinois an. Für die Republikaner sind die Abstimmungen in diesen drei Bundesstaaten von besonderer Bedeutung, weil der Sieger dort jeweils alle zu vergebenden Delegiertenstimmen gewinnt.

Bei den Demokraten entschied Hillary Clinton die einzige Vorwahl des Tages im US-Außengebiet der Nördlichen Marianen für sich. Laut übereinstimmenden US-Medienberichten kam sie auf 54 Prozent und damit auf  20 Punkte mehr als ihr Konkurrent Bernie Sanders. Allerdings ging es auf den Marianen nicht um sehr viel: Clinton band vier Delegierte an sich, Sanders zwei. Es ist Clintons 14. Sieg insgesamt.

Die Vorwahlen ziehen sich bis in den Frühsommer hin, ehe die Kandidaten offiziell gekürt werden. Nicht ausgeschlossen ist, dass Trump die bei den Republikanern benötigten 1237 Delegiertenstimmen verfehlt. Dann könnte die republikanische Parteiführung versuchen, auf einem umkämpften Parteitag einen anderen Kandidaten durchzudrücken.

US-Wahl - Rangeleien bei Trumps Wahlkampfauftritten Die Stimmung im US-Präsidentschaftswahlkampf wird aggressiver. Anhänger und Gegner des Milliardärs Donald Trump lieferten sich wieder heftige Wortgefechte und Handgreiflichkeiten.

Einen Tag nach gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Gegnern und Anhängern Trumps in Chicago ist es zu neuen Protesten bei seinen Wahlkampfauftritten gekommen. So versuchte ein Mann am Samstag während einer Rede Trumps in Dayton (Bundesstaat Ohio), auf die Bühne zu springen. Er wurde aber von Beamten des Secret Services überwältigt und abgeführt. Wenig später unterbrachen Dutzende Protestierende eine Rede Trumps in Cleveland (ebenfalls Ohio). Wachleute führten sie aus dem Saal. Bei einem Auftritt in Kansas City (Missouri) wurde Trump am Samstagabend immer wieder von Demonstranten unterbrochen. Er nannte sie schließlich "Müll" und drohte damit, von nun an jeden von ihnen zu verklagen. "Nehmt sie fest" forderte er zunehmend gereizt und irritiert von den Sicherheitsbeamten im Raum. Seinen Anhängern versprach er: "Wir werden das Land von diesen Leuten zurückerobern."