Die sieben Angeklagten befinden sich nicht in den USA. © Jonathan Ernst/Reuters

Sieben Iraner sind wegen Hackerangriffen auf zahlreiche Unternehmen in den Vereinigten Staaten angeklagt worden. Zwei seien zudem in Nasa-Systeme eingedrungen. Außerdem soll einer der Beschuldigten versucht haben, in das Computersystem eines Staudamms nahe New York einzudringen, wie aus der Anklageschrift hervorging.

Die Angeklagten sind der Staatsanwaltschaft zufolge bei zwei Computerfirmen mit Verbindungen zur Regierung in Teheran und zu den iranischen Revolutionsgarden tätig gewesen. Die Angriffe seien "unnachgiebig, systematisch und weit verbreitet" gewesen, sagte US-Justizministerin Loretta Lynch bei einer Pressekonferenz. Insgesamt sei ein Schaden in zweistelliger Millionenhöhe entstanden.

Die Attacken auf die Computersysteme begannen im Dezember 2011. Zwischen September 2012 und Mai 2013 sollen die mutmaßlichen Hacker dann fast wöchentlich DDos-Angriffe durchgeführt haben, um vor allem Websites von Finanzdienstleistern lahmzulegen. Unter den betroffenen Finanzinstituten seien die Bank of America, J.P. Morgan Chase und die Citibank gewesen. 

Die Angeklagten befinden sich im Iran und werden dort nicht inhaftiert, berichtet die Washington Post. "Die Welt ist klein und unser Gedächtnis gut", zitiert die Zeitung FBI-Chef James B. Comey. "Wir sagen niemals nie." Menschen reisten gern, ob in den Urlaub oder um sich fortzubilden.