Der UN-Sicherheitsrat und die Vereinigten Staaten sind besorgt über die Kooperation zwischen den Terrorgruppen Boko Haram und "Islamischer Staat" (IS).  In einer Mitteilung des Gremiums heißt es, die Verbindung sei "alarmierend". US-Staatssekretär Antony Blinken sagte, alles deute darauf hin, dass die Kontakte und die Kooperation zwischen den radikalen Gruppen immer intensiver würden.

Boko Haram schickt schickt laut Blinken Kämpfer zur Unterstützung der Extremisten-Miliz IS nach Libyen. Zudem gebe es eine logistische Unterstützung.  Boko Haram hatte im März 2015 dem IS die Treue geschworen und bezeichnet sich selbst seitdem als Islamischer Staat in der Provinz Westafrika.

Am Vorabend eines Gipfeltreffens in Nigeria über die Bekämpfung der Gruppe begrüßte der Sicherheitsrat die "wichtige Initiative" des nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari im Kampf gegen Boko Haram. Zu der Konferenz am Samstag werden auch Frankreichs Staatschef François Hollande und der britische Außenminister Philip Hammond erwartet.

Seit dem Beginn des Aufstands von Boko Haram gegen den nigerianischen Staat im Jahr 2009 wurden Schätzungen zufolge 20.000 Menschen getötet. Tausende Frauen und Kinder wurden in dem mehrheitlich muslimischen Nordosten Nigerias verschleppt und versklavt. Mehr als 2,6 Millionen Menschen flohen zeitweilig vor der sektenartigen Islamistengruppe. In den vergangenen zwölf Monaten wurde die Islamistengruppe von der nigerianischen Armee sowie und den Streitkräften der Nachbarländer deutlich zurückgedrängt.