Die USA wollen weitere chinesische Baumaßnahmen auf umstrittenen Riffen im Südchinesischen Meer nicht tatenlos hinnehmen. Das sagte US-Verteidigungsminister Ashton Carter auf der Sicherheitskonferenz Shangri-La-Dialog in Singapur. "Ich hoffe, dass eine solche Entwicklung unterbleibt", sagte Carter. "Dies würde dazu führen, dass die USA und andere Staaten in der Region handeln." Welche Maßnahmen die USA genau ergreifen würden, sagte Carter nicht.

In seiner Rede vor Verteidigungsministern, Militärangehörigen und Strategen sagte Carter weiter, die chinesischen Landaufschüttungen und die Militarisierung des Südchinesischen Meers destabilisierten die Region. China riskiere, sich zu isolieren.

Die Volksrepublik beansprucht mehr als 80 Prozent der rohstoffreichen Meeresregion, teils bis vor die Küsten der Nachbarländer. Vietnam, die Philippinen und andere Staaten protestieren heftig dagegen. Unter anderem hat China Landebahnen und militärische Einrichtungen gebaut.