Die von den USA geführte Anti-IS-Koalition hat mit einem Luftangriff nach eigenen Angaben den Vizekriegsminister der Islamistenmiliz getötet. Basim Muhammad Ahmad Sultan al-Badschari sei bereits am 25. Juni in der Nähe der irakischen Stadt Mossul getötet worden, sagte ein Sprecher des US-Verteidigungsministeriums. Zudem sei ein hochrangiger IS-Militärkommandeur ums Leben gekommen.

Damit habe der "Islamische Staat" (IS) zwei seiner ranghöchsten militärischen Anführer im Nordirak verloren. Zusammen mit anderen Luftschlägen gegen IS-Anführer habe dies die Führungsstärke der Extremisten in der Region erheblich geschwächt.

Al-Badschari war demnach Mitglied des Terrornetzwerks Al-Kaida, bevor er sich dem IS anschloss und die Offensive zur Einnahme von Mossul im Juni 2014 überwachte. Dem Pentagon-Sprecher zufolge leitete er auch ein Bataillon, das für den Einsatz von Autobomben, Selbstmordattentätern und Senfgasangriffen bekannt ist. Al-Hamduni war Militärkommandeur in Mossul und Chef der Militärpolizei in der Region.

Irakische Sicherheitskräfte haben in den vergangenen Wochen erhebliche Fortschritte beim Kampf gegen den IS gemacht. Nach der Rückeroberung von Falludscha durch die irakische Armee hat die US-Luftwaffe die beiden verbliebenen IS-Hochburgen Mossul im Irak und Rakka in Syrien ins Visier genommen. Mossul ist die letzte irakische Großstadt, die noch in der Hand der Dschihadisten ist.

Die Tötung der beiden Männer schaffe "das Umfeld für die irakischen Truppen, um Mossul mit Unterstützung der internationalen Koalition zu befreien", sagte der Pentagon-Sprecher. Die politische Führung des Irak hatte versprochen, Mossul noch in diesem Jahr zurückzuerobern. Diesen Zeitplan halten die USA allerdings für unrealistisch.