Bei einer mutmaßlichen Guerilla-Attacke in Paraguay sind acht Soldaten getötet worden. Laut Innenminister Francisco de Vargas soll der Angriff auf das Konto der seit Jahren aktiven Guerillagruppe "Paraguayische Volksarmee" (Ejército del Pueblo Paraguayo/EPP) gehen. Bei dem jüngsten Vorfall wurde zunächst eine Patrouille des Militärs bei Horqueta, rund 420 Kilometer nördlich der Hauptstadt Asunción, mit einer Bombe attackiert, dann folgten Schüsse.

Staatspräsident Horacio Cartes übermittelte den Angehörigen sein Beileid und kündigte eine harte Reaktion an: "Die Schuldigen werden dafür zahlen."

Während mit dem Friedensschluss zwischen der kolumbianischen Regierung und den Farc-Rebellen der älteste und blutigste Guerilla-Konflikt in Südamerika vor der Beilegung steht, macht die EPP in Paraguay immer wieder mit Attacken von sich reden. Im vergangenen Jahr soll die Gruppe ein deutsches Ehepaar aus seiner Farm entführt und ermordet haben.

Das Auswärtige Amt rät von Reisen in die von Guerillakämpfern besetzten Gebiete an und betont in seinen Länderhinweisen: "Bei ihren Anschlägen hat es die EPP hauptsächlich auf Polizei und Militär, aber auch auf Zivilisten abgesehen. Seit Ende Juli 2016 sind wieder vermehrt Entführungen zu verzeichnen."