Nicht nur der "Islamischer Staat" (IS) ist in Syrien aktiv, sondern auch andere islamistische Milizen, wie die ehemalige Al-Nusra-Front, die sich in Fateh-al-Scham-Front umbenannt hat. Auch diese müsse bekämpft werden, fordert Russland. Zwar sei sie zweifelsfrei eine terroristische Organisation, aber bislang kein Ziel von Angriffen der US-geführten Militärkoalition gewesen, heißt es vom russischen Außenministerium.

"Seit jetzt fast einem Jahr haben sich die Amerikaner geweigert, mit uns ihre Daten zur Ortung von Al-Nusra-Kämpfern zu teilen", kritisiert Russland. "Statt praktische Schritte zu unternehmen, haben die Amerikaner jede Intensivierung in ihrem Kampf gegen Terrorismus an Zusagen eines (Regime-)Wechsels geknüpft." Das russische Außenministerium warnte die US-Regierung davor, ein "neues terroristische Monster" zu schaffen.

Seit zwei Jahren führen die USA in Syrien ein internationales Militärbündnis gegen den IS an, das auch gemäßigte Aufständische unterstützt. Russland griff vor knapp einem Jahr auf Seiten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad in den Konflikt ein. Im Juni flog die russische Luftwaffe eine Reihe von Angriffen nahe al-Tanf im Süden Syriens gegen Kämpfer, die in ihrem Kampf gegen den IS von den USA unterstützt wurden.