Kurdische Aufständische haben nach Angaben der türkischen Regierung eine Wagenkolonne des Oppositionspolitikers Kemal Kılıçdaroğlu angegriffen. Der Chef der größten säkularen Partei CHP sei bei dem Angriff nicht verletzt worden, sagte Innenminister Efkan Ala dem türkischen Sender NTV. Demnach wurden bei einem Schusswechsel mit den mutmaßlichen Attentätern drei Soldaten verletzt. Die Angreifer, die der Regierung zufolge der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK angehören, würden verfolgt.

CHP-Chef Kılıçdaroğlu sagte NTV: "Machen Sie sich keine Sorgen. Uns geht es gut. Wir befinden uns jetzt in einem sicheren Gebiet." Der Angriff ereignete sich im Nordosten des Landes. Von der PKK gab es zunächst keine Stellungnahme.

Die Miliz kämpft seit drei Jahrzehnten um mehr Autonomie für die Kurden. In dem Konflikt sind bislang 40.000 Menschen ums Leben gekommen. Vor allem im Südosten des Landes kommt es immer wieder zu Anschlägen.

Der Vorfall versetzte die türkische Politik in Aufregung: Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan und andere Politiker von Regierung und Opposition verurteilten den Angriff, darunter auch die prokurdische HDP, die von der Regierung regelmäßig der Unterstützung für die PKK bezichtigt wird.