#AmericanShortStories: Eine Frau als Präsidentin? Niemals!

Schon im frühen 20. Jahrhundert wurde in den USA diskutiert, ob es jemals eine Präsidentin geben würde. Die Ansichten reichten von futuristisch bis skurril.
Hillary Clinton bei einem Wahlkampftermin in Florida © Brian Snyder/Reuters
  • Redakteure und Korrespondenten von ZEIT ONLINE berichten in diesem Blog und unter #AmericanShortStories über die wichtigsten Entwicklungen im Kampf ums Weiße Haus – mit Anekdoten, Netzfundstücken und Eindrücken von vor Ort.
  • Unter #AmericanSelfie kommen US-Bürger zu Wort. Sie schreiben über den Wahlkampf sowie ihre Sorgen, Probleme und Visionen für Amerika.
  • Am 8. November wählen die USA: Donald Trump oder Hillary Clinton – die heiße Phase des Wahlkampfs hat begonnen.
  • Jede Bundestagswahl wirkt blass gegen das Spektakel, das die USA alle vier Jahre in Atem hält: Riesige Werbekampagnen, TV-Debatten und Schlammschlachten liegen noch zwischen den Kandidaten und der 45. Präsidentschaft der Vereinigten Staaten. 
  • Die Umfragen sehen Clinton mittlerweile klar im Vorteil. Fest steht aber auch: Unbeliebt sind Clinton und Trump gleichermaßen.

Wer führt in den Umfragen?

  • 13:38 Uhr
    Sasan Abdi-Herrle

    Eine Frau als US-Präsidentin? Schon im frühen 20. Jahrhundert beschäftigte dieser Gedanke viele Menschen in den USA. Der Atlantic hat die Ansichten von damals zusammengetragen und zeigt: Die Vorstellungen waren teilweise eng mit Futurismus verbunden – und mit starker Ablehnung.


    Da ist zum Beispiel Harry Carr, Kolumnist bei der Los Angeles Times, der 1928 eine Zukunft prognostizierte, in der Luftschiffe herumfliegen, Miniröcke in Mode und die USA in ein Matriarchat transformiert sind. "In dieser Zeit wird ohne Zweifel eine weibliche Präsidentin ein weibliches Kabinett anführen und sich einem weiblichen Senat gegenübersehen", schrieb Carr.

    Für eine große Diskussion sorgte schon 1913 die Opernsängerin Lillian Nordica mit der Aussage, dass eines Tages eine Frau die Macht im Weißen Haus übernehmen werde. "Frauen müssen härter als Männer arbeiten, um dasselbe zu erreichen", sagte Nordica. Dennoch werde man erleben, dass die Frau die härteste Arbeit – das Präsidentenamt – in den USA erledigt.

    Der Essayist Benjamin De Casseres malte sich diese Zukunft düster aus. Eine Frau an der Macht würde dazu führen, dass die USA ihre Stellung in der Welt verlören, schrieb De Casseres 1920 in der New York Times. Die "Hallen der Macht" würden mit Babygeschrei erfüllt sein. Auch würde der Tabak schwächer sein und alle Frauen würden Hosen tragen.

    Andere Autoren befanden wiederum, dass eine solche Zukunft noch sehr, sehr lange auf sich warten lassen würde. "Methuselah lebte 960 Jahre, aber selbst wenn er heute geboren würde, würde er die Inauguration einer weiblichen Präsidentin nicht erleben", schrieb ein Kolumnist der Meade County News 1910.

    Die Washington Times stellte sich 1916 das "schreckliche Bild" vor, dass eine Präsidentin abgeben müsse. Sie würde "eine widerliche laute Stimme" haben und "in Hosen und mit kurzen Haaren" im Weißen Haus sitzen. Eine solche Zukunft, gab sich die Zeitung erleichtert, werde aber zum Glück nie eintreten.

    Für viele Feministinnen war die Vorstellung einer Präsidentin schon damals ein wichtiges Zeichen für Gleichberechtigung. Knapp ein Jahrhundert nach der Einführung des Wahlrechts für Frauen könnte es am Dienstag soweit sein.

  • 18:00 Uhr
    Lena Fiedler

    #AmericanSelfies




    Andi O'Rourke, 27, Tellerwäscherin und Journalistin, Seattle, Washington

    "Ich war eine demokratisch gewählte Delegierte des Konvents der Demokraten in Washington, und ich ging zum Konvent in Philadelphia, um der nationalen Delegation meine Hilfe anzubieten. Ich unterstützte dann Senator Bernie Sanders, und ich tue es bis heute. Ich werde bei der Präsidentenwahl am 8. November für Dr. Jill Stein von der Green Party stimmen. Sowohl ihr Versprechen, bis 2030 die Verwendung fossiler Brennstoffe auslaufen zu lassen, als auch ihre leidenschaftliche Antikriegshaltung machen sie und den New Deal der Green Party zur umfassendsten politischen Plattform der amerikanischen Parteienlandschaft. Ich denke, dass sie den besten Job machen wird, wenn es darum geht, mit der sozialen Ungleichheit, der Wirtschaft und der rassistischen Diskriminierung, mit der wir es im Moment zu tun haben, umzugehen."

  • 10:41 Uhr
    Paul Middelhoff

    #AmericanSelfies



    Nancy Groth, 57, Bürgerrechtsaktivistin aus Washington D. C. beim Protest gegen die Eröffnung von Donald Trumps neustem Hotel 

    "Ich trage dieses Schild, weil Donald Trump offenbart hat, was er für ein Mensch ist, als er im Herbst einen behinderten Reporter der New York Times öffentlich gedemütigt hat. Das hat mich und viele andere Amerikaner mit Behinderung tief getroffen. Aber eigentlich geht es um viel mehr: Trump beleidigt uns alle. Auch, indem er seinen Namen auf dieses historische Gebäude an der Pennsylvania Avenue in Washington schreibt. Das hier ist Amerikas Hauptstraße, hier schwören wir den nächsten Präsidenten ins Amt, hier heißen wir unsere Truppen willkommen und feiern die Astronauten nach ihren Weltraummissionen. Das ist Amerikas Straße, nicht die Straße der Milliardäre. Mit diesem Hotel verhöhnt er jeden moralischen Geschäftsmann, er verhöhnt uns alle. Deshalb trage ich dieses Schild: Don't mock us! (Verspotte uns nicht!)"

  • 16:31 Uhr
    Paul Middelhoff

    #AmericanSelfie



    Andrea Ball, 23, Krankenschwester aus Huntsville, Alabama.

    "Diese Wahl lässt mich an meiner Zukunft zweifeln. Als afroamerikanische Frau treffe ich ohnehin auf viele Widerstände. Keiner der beiden Kandidaten spricht mich an. Sie vermitteln mir das Gefühl, nicht gewollt und sogar gefährdet zu sein. Es fühlt sich an, als ob Amerika in einer Negativspirale gefangen ist. Wie kann unser Land, das doch auf seiner Vielfalt basiert und einst sogar als 'Schmelztiegel' galt, heute von solchen Fanatikern geführt werden?"

  • 10:33 Uhr
    Paul Middelhoff

    #AmericanSelfies



    Jay White-Martinez, 23, Tierarzt-Helferin aus Birmingham, Alabama

    "Meine größte Sorge ist, dass keiner der beiden Kandidaten geeignet ist, Präsident zu werden. Beide haben einen wirklich schlechten Ruf und ein Blick in ihre Vergangenheit zeigt, dass sie nicht für die einfachen Leute, sondern zuerst für sich selbst da sind. Die Mittelklasse verschwindet und jetzt werden wir dazu gezwungen, uns für das 'kleinere Übel' zu entscheiden. Diese Wahl gibt mir das Gefühl, dass wir nicht in einer Demokratie leben. Wir sollten uns nicht mit diesen Kandidaten beschäftigen müssen, sondern mit Lösungen, die dieses gespaltene Land heilen."

  • 09:18 Uhr
    Carsten Luther

    Michelle Obama nimmt Trump auseinander

    First Lady Michelle Obama kämpft für Hillary Clinton, nicht zum ersten Mal und immer mit vollem Einsatz. Dennoch war ihre Rede in Manchester, New Hampshire, einer der besonderen Auftritte in diesem US-Wahlkampf. Wütend, emotional, gelegentlich mit zitternder Stimme nahm sie Donald Trump auseinander.

    Vor ein paar Tagen war ein altes Video bekannt geworden, in dem sich der republikanische Präsidentschaftskandidat mit sexuellen Angriffen auf Frauen brüstet und auch noch meint, er komme damit durch, weil er ein Star sei. Es war nur der Höhepunkt, Trumps Frauenbild ist vielfach dokumentiert, aber es hat einen mächtigen Eindruck hinterlassen. Auch bei Michelle Obama: "Ich kann nicht aufhören, daran zu denken", sagte sie. "Es hat mich zutiefst erschüttert, wie ich es mir nicht hätte vorstellen können."

    Ihre Botschaften waren deutlich: "Starke Männer – Männer, die wirkliche Vorbilder sind – müssen keine Frauen niedermachen, damit sie sich selbst mächtig fühlen." Es gehe nicht um Politik, sondern um menschlichen Anstand. "Das ist nicht normal."

    Natürlich war es trotzdem Wahlkampf: "Wir haben alles, was wir brauchen, um diesen Wahnsinn zu stoppen. Während unsere Mütter und Großmütter oft machtlos waren und an ihren Umständen nichts ändern konnten, haben wir heute als Frauen alle Macht, die wir brauchen, um den Ausgang dieser Wahl zu beeinflussen: Wir haben das Wissen, wir haben eine Stimme, wir haben die Wahl."

    Aber man sollte es wohl besser sehen als lesen:

  • 22:11 Uhr
    Paul Middelhoff

    Trumps Rückzug

    Über Jahrzehnte galt der US-Bundesstaat Virginia als Festung der Republikaner. Demokratische Präsidentschaftskandidaten hatten hier, im Süden der USA, nie eine echte Chance. Bis zum Jahr 2008. Damals warb der junge Senator Barack Obama wochenlang um die Stimmen der Jungen, Schwarzen und Hispanics in Virginia. Mit Erfolg: Er gewann den Staat und mit ihm die Wahl.

    Seit Obamas Sieg gilt Virginia als „Battleground State“. Um kaum einen anderen Staat kämpfen Republikaner und Demokraten so verbittert. Donald Trump hat sich jedoch nun entschieden, Virginia aufzugeben. Stattdessen wolle sein Wahlkampf-Team Geld und Personal an anderer Stelle einsetzen – so berichtet es das Wall Street Journal.

    Trumps Rückzug ist für viele Wahlkampf-Strategen eine Überraschung. Zwar liegt Trump laut Umfragen aktuell sowohl in Virginia als auch auf Bundesebene deutlich hinter seiner Rivalin Hillary Clinton zurück – doch kann er es sich eigentlich gerade deshalb nicht leisten, gleich ganze Staaten aufzugeben.

    Trumps Leute setzten stattdessen nun auf volles Risiko. Sie kündigen an, ihre Ressourcen auf nur noch vier umkämpfte Swing States konzentrieren: North Carolina, Ohio, Florida und Pennsylvania. Trump muss nun wohl jeden dieser Staaten gewinnen, um es auf die nötige Mehrheit von 270 Wahlmänner-Stimmen zu bringen. Doch haben ihn die diversen Skandale der letzten Wochen auch hier Stimmen gekostet: In allen vier Staaten liegt Clinton derzeit mit wenigen Prozentpunkten vorn. Trump hat noch dreieinhalb Wochen Zeit, um das zu ändern.

  • 15:23 Uhr
    Paul Middelhoff

    Amerika wählt. Jetzt schon.

    Im US-Bundesstaat Minnesota können Wähler schon jetzt ihre Stimme abgeben. Fünf Wochen vor der Wahl.

    In Iowa stehen die Wahlkabinen bereits, die Urnen sind aufgebaut, freiwillige Helfer teilen Stimmzettel aus. Tausende Bürger des Bundesstaates im Mittleren Westen machen sich derzeit auf den Weg zum Wahllokal. Schon jetzt. Fünf Wochen vor dem eigentlichen Termin.

    Die Präsidentschaftswahl in den USA hat also begonnen. Ein Staat nach dem anderen startet derzeit das early voting – die Möglichkeit, seine Stimme per Brief oder auch persönlich abzugeben. Hunderttausende Amerikaner haben bereits ihre Briefwahlunterlagen angefordert. Wenn am 8. November die eigentliche Abstimmung stattfindet, wird wohl gut ein Drittel aller Wähler die Entscheidung zwischen Hillary Clinton und ihrem Rivalen Donald Trump schon getroffen haben.

    Während bei der letzten Bundestagswahl in Deutschland nur 25 Prozent der Wähler ihre Stimme per Briefwahl abgaben, steigt der Anteil der early voters in den USA seit Jahren: von 16 Prozent im Jahr 2000 auf 35 Prozent im Jahr 2012. Denn die Wahl findet in den USA traditionell an einem Dienstag statt – für viele Arbeitnehmer ein ungünstiger Termin. Wer stattdessen beispielsweise an einem Sonntag im Oktober wählen geht, muss sich nicht extra einen Tag frei nehmen und erspart sich zusätzlich das Anstehen am Wahltag.

    Entsprechend groß ist der Aufwand, den die Wahlkampfteams der beiden Präsidentschaftskandidaten derzeit betreiben, um die frühen Wähler auf ihre Seite zu holen: Besonders in umkämpften Swing States wie Florida und Ohio klopfen derzeit Hunderte Helfer an Tausende Türen – schließlich verbirgt sich hinter jedem Klingelschild ein potenzieller Frühwähler.

    Besonders das Clinton-Lager investiert riesige Summen in die Auswertung von Wählerdaten. In der Wahlkampfzentrale im New Yorker Stadtteil Brooklyn beugen sich Analysten seit Wochen auf der Suche nach bislang ungenutzten Wählerpotenzialen über die neusten Statistiken. Hillary Clinton selbst richtet ihren Terminkalender derzeit strikt danach, welcher der 50 Bundesstaaten als nächstes mit dem early voting beginnt.

    Denn die Demokraten wähnen sich aktuell gegenüber Donald Trump im Vorteil: Der Milliardär steckt seit der ersten TV-Debatte gegen Hillary Clinton im Formtief, seine wütenden Ausfälle gegen die Schönheitskönigin Alicia Machado und die Ehe der Clintons haben ihn in den Umfragen abstürzen lassen. Um Trumps Schwäche so gut es geht auszunutzen, mobilisiert die Partei derzeit ihre prominentesten Vertreter: Neben Clintons Tochter Chelsea und der linken Senatorin Elizabeth Warren fliegt sogar Präsident Barack Obama durchs ganze Land, um Wähler schon jetzt zur Stimmabgabe zu motivieren.

    Doch die Republikaner haben aus ihrer Niederlage gegen Barack Obama im Jahr 2012 gelernt: Zwar gewann ihr Kandidat Mitt Romney damals einige entscheidende Swing States am eigentlichen Wahltag. Doch hatte Obama mithilfe des early voting im Vorfeld der Wahl schon so viele Stimmen einsammeln können, dass er die kritischen Staaten am Ende trotzdem für sich entschied. In diesem Jahr schickt deshalb auch die republikanische Partei Hunderte Wahlkampfhelfer ins Feld. Ihr Auftrag: Erreicht die Frühwähler – bevor Clintons Leute es tun.

  • 17:59 Uhr
    Paul Middelhoff

    Publizistisches Pfeifkonzert

    Was in Deutschland zu Abokündigungen und wütenden Leserbriefen führen würde, hat in den USA Tradition: Tageszeitungen empfehlen ihren Lesern vor Präsidentschaftswahlen klar und deutlich, für welchen der Kandidaten sie stimmen sollen – und das schon seit dem 19. Jahrhundert. Eigentlich gibt es bei dieser Form der politischen Werbung kaum Überraschungen: Liberale Zeitungen empfehlen den demokratischen Kandidaten, konservative Blätter den Republikaner. Doch es gibt Ausnahmen, etwa die USA Today. Sie ist stets versucht, neutral zu bleiben, sich an Sachthemen und nicht an Kandidaten zu orientieren. 

    "In der 34-jährigen Geschichte der USA Today hat die Kommentar-Redaktion sich bei Präsidentschaftswahlen noch nie auf die Seite eines Kandidaten geschlagen", schreiben die Journalisten der drittgrößten Zeitung Amerikas am Freitag. "Bis jetzt." 

    In deutlichen Worten empfiehlt die USA Today ihren Lesern, im November auf keinen Fall für Donald Trump zu stimmen. "Seit dem Tag, an dem er vor 15 Monaten seine Kandidatur verkündet hat bis zur ersten TV-Debatte in dieser Woche hat Trump wiederholt demonstriert, dass ihm das Temperament, das Wissen, die Ruhe und die Ehrlichkeit fehlen, die Amerika von seinem Präsidenten braucht." Zwar könne sich die Redaktion nicht dazu durchringen, offen für die skandalträchtige Demokratin Hillary Clinton zu werben. Doch sei jeder andere Kandidat besser als Trump: "Was auch immer sie tun, wie auch immer, widerstehen sie dem Sirenengesang dieses gefährlichen Demagogen."

    Die USA Today ist nicht die einzige Tageszeitung, die mit ihrer Tradition bricht. Sogar erzkonservative Zeitungen wie die Arizona Republic oder die Dallas Morning News aus Texas sprechen sich derzeit öffentlich für Clinton aus – in Trump sehen sie eine Gefahr für den Zusammenhalt der amerikanischen Gesellschaft.

    Wahlforscher gingen bislang davon aus, dass die Empfehlungen der Tageszeitungen kaum Einfluss auf die Ansichten ihrer Leser haben. Eine neue Untersuchung des National Bureau of Economic Research legt jedoch nahe, dass sich die publizistischen Wahlkampfhilfen dann auf die Wählermeinung auswirken, wenn sie unerwartet ausfallen – so, wie im Fall all der republikanischen Zeitungen, die sich in diesem Jahr zum ersten Mal für die Kandidatin der Demokraten aussprechen.

  • 19:01 Uhr
    Paul Middelhoff

    Die Rache der Schönheitskönigin

    Donald Trump und Alicia Machado beim Fitness-Training in New York

    Als Alicia Machado nach ihrer Wahl zur Miss Universe ein paar Kilo zulegte, beschimpfte Donald Trump sie plötzlich als "Fressmaschine". Öffentlich führte er sie vor, immer wieder, tagelang. Trump hatte den Schönheitswettbewerb organisiert, offenbar wollte er nicht akzeptieren, dass Machado ihre Siegerfigur nicht halten konnte. Deshalb drohte er ihr mit der Aberkennung des Titels und zwang sie vor den Augen von Reportern in einem Fitnessstudio in New York zum Seilspringen und Gewichtheben. Für die 19-Jährige brach eine Welt zusammen: Sie bekam Depressionen, litt unter Bulimie.

    Das war 1996. Heute, 20 Jahre später, ist Machado zurück. Und sie will Rache.

    Zum ersten Mal fällt ihr Name während der TV-Debatte am Montag. Hillary Clinton steht auf der Bühne und sammelt sich für die letzte Attacke auf Donald Trump. "Eine Frau nannte er Miss Piggy. Dann nannte er sie Miss Housekeeping, weil sie Latina ist", legt sie los. "Donald, diese Frau hat einen Namen." Pause. "Ihr Name ist Alicia Machado."

    Innerhalb weniger Minuten verbreiten sich Videoschnipsel von Clintons Angriff im Netz. Hat Trump das wirklich gesagt? Und wer ist eigentlich Alicia Machado?

    Am Tag darauf telefoniert die ehemalige Schönheitskönigin mit Journalisten. Sie erzählt ihre Geschichte, beschreibt, wie Donald Trumps Demütigungen sie krank gemacht haben. Heute ist sie erfolgreiche Schauspielerin, Aktivistin und Mutter. Einen Präsidenten Trump will sie auf jeden Fall verhindern. "Deshalb unterstütze ich Hillary Clinton", sagt die gebürtige Venezolanerin.

    Machados Rache kommt spät. Doch sie trifft Trump zu einem kritischen Zeitpunkt: Nicht nur durch seine Ahnungslosigkeit hat er sich bei der TV-Debatte gegen Clinton blamiert. Auch für seinen respektlosen Umgang mit Frauen muss er sich erneut rechtfertigen – und das, obwohl er die Stimmen der weiblichen Wähler so dringend braucht, wenn er die Wahl gewinnen möchte.

  • 11:07 Uhr
    Sasan Abdi-Herrle

    Zu steif für gute Jokes

    Ganz schlimm ist, wenn man witzig sein will, es aber nicht ist. Das gilt auch für US-Präsidentschaftskandidaten. Ein Auftritt von Hillary Clinton bei Between Two Ferns ging gründlich daneben. In der Funny-or-Die-Show müssen sich die Gäste zwischen zwei Farnen sitzend den dreisten Fragen des aus den Hangover-Filmen bekannten Schauspielers Zach Galifianakis stellen.

    Clinton wollte es Barack Obama gleichtun, der sich bei seinem Auftritt vor zwei Jahren gereizt, aber schlagfertig präsentierte und zugleich die Gelegenheit nutzte, um bei einem jungen Publikum für seine Gesundheitsreform zu werben. Genau diese Zielgruppe ist auch für Clinton wichtig: Bei den unter 35-Jährigen hat die Demokratin laut Umfragen noch deutliche Defizite.

    Der Auftritt aber ging schief, weil Clinton viel zu steif auf die Spitzen von Galifianakis reagierte. "Sind Sie stolz darauf, als erstes Mädchen Präsidentin werden zu können?", fragte der Schauspieler frech. "Es wäre nicht nur für Mädchen, sondern auch für Jungs etwas Besonderes", antwortete Clinton reichlich uninspiriert. Auf die Frage, was passiere, wenn sie im Präsidentenamt noch einmal schwanger werden sollte und ob Obama seinen Kaffee wie sich selbst – schwach – möge, konnte Clinton nur ungläubig den Kopf schütteln.

    Eine solche Reaktion ist einerseits wegen der Absurdität der Fragen verständlich. Andererseits hätten mehr Selbstsicherheit und Selbstironie Clinton nicht geschadet – zumal sich das Gerücht hält, dass die Show ohnehin durchorchestriert ist.

  • 13:45 Uhr
    Sasan Abdi-Herrle

    So lügt Trump

    "Allein seit 2013 hat die Obama-Regierung 300.000 kriminellen Ausländern die Rückkehr in die US-Gesellschaft ermöglicht", sagte Donald Trump am 1. September. Stimmt's?

    Die Washington Post geht seit Kurzem solchen und ähnlichen Aussagen der beiden US-Präsidentschaftskandidaten im Rahmen eines systematischen Faktenchecks nach. In der heißen Phase des Wahlkampfs wird dabei nicht nur der Wahrheitsgehalt überprüft; es wird auch visualisiert, wer wie oft falsche Behauptungen aufgestellt hat.

    Die Tendenz ist bereits nach 20 Tagen eindeutig: Von 73 bewerteten Trump-Behauptungen sind 46 grob falsch (63 Prozent). Bei Hillary Clinton sind es sechs von 44 (knapp 14 Prozent). 

    Und wo lügt Trump der Analyse zufolge besonders gerne? Natürlich: beim Thema Migration.

  • 15:20 Uhr
    Paul Middelhoff

    #AmericanSelfies



    Kelly Cline, 32, Finanzamt-Mitarbeiterin aus Oxford, Alabama

    "Unser größtes Problem ist die Lage der Wirtschaft. Noch immer ist die Arbeitslosigkeit sehr hoch und die Lebenshaltungskosten steigen und steigen. Gleichzeitig haben die staatlichen Ausgaben der aktuellen Regierung die ohnehin schockierend hohen Schulden unseres Landes noch vergrößert.

    Was unserem Land fehlt, ist ein System, in dem die amerikanischen Bürger, nicht die Politiker in Washington, wieder die wichtigen Entscheidungen treffen. Unsere Vorväter haben unser Land auf dem Konzept der checks and balances gegründet – der gegenseitigen Kontrolle durch die Institutionen des Staates. Dieses System scheint es nicht mehr zu geben, da die aktuelle Regierung ihre Vorhaben nur noch mit Verfügungen des Präsidenten und ohne Kontrolle des Kongresses durchbringt.

    Außerdem, und das wird sicher nicht jeder mögen, halte ich die Einwanderung für eine große Herausforderung. Die neue Regierung wird sich um das Thema Grenzkontrollen kümmern müssen. Denn die aktuelle Führung von Barack Obama hat einfach nichts getan, um unsere Grenzen zu schützen, illegale Immigranten kommen in hohen Zahlen über die Grenze. Ich habe mit Einwanderung kein Problem. Aber sie muss legal geschehen und den offiziellen Richtlinien folgen."

  • 12:33 Uhr
    Carsten Luther

    Human Hillary

    Brandon Stanton treibt sich viel auf der Straße herum, um die Motive für sein kolossal erfolgreiches Fotoblog Humans of New York abzulichten. Ganz gewöhnliche Leute aus allen Teilen der Stadt, allen Schichten oder Ethnien porträtiert er und lässt sie zu Wort kommen – was immer sie auch zu sagen haben. Typischerweise werden die Namen nicht genannt: Die Bilder und Geschichten der Menschen sprechen für sich. Hillary Clinton wird er nicht auf der Straße getroffen haben, so nah am Volk ist die demokratische Präsidentschaftskandidatin dann doch nicht. Dafür wird sie jeder erkannt haben, gleich zweimal ist sie abgelichtet. Stanton hat sich damit deutlich im Wahlkampf positioniert, während der Blog sonst mit Politik nichts am Hut hat.



    Die Fans von Humans of New York sind potenzielle Wähler für Clinton, das hatte sie offenbar schon Anfang Juli erkannt, als sie ein Foto kommentierte, das Stanton gepostet hatte. Ein trauriger kleiner Junge war das Motiv, seine Geschichte: "Ich bin homosexuell, und ich habe Angst davor, wie meine Zukunft aussehen wird und dass die Menschen mich nicht mögen."

    Clinton schrieb dazu: "Prognose eines Erwachsenen: Deine Zukunft wird großartig sein. Du wirst dich selbst damit überraschen, wozu du fähig bist und welche unglaublichen Dinge du tun wirst. Finde die Leute, die dich lieben und an dich glauben – es wird viele davon geben."

    Unter einem der Porträts erzählt Clinton nun eine sehr persönliche Episode aus ihrer Zeit als Jurastudentin in Harvard, die ihr späteres Leben geprägt hat: Wenn sie heute oft als kalt oder unnahbar gesehen werde, dann weil sie als junge Frau habe lernen müssen, ihre Emotionen zu kontrollieren, um sich zu schützen, um ihr Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Clinton saß in einer Klausur unter vielen männlichen Teilnehmern und musste sich vor Beginn der Prüfung sexistische Anfeindungen gefallen lassen: "Du musst hier nicht sein" oder "Du kannst eine Menge anderer Sachen machen". Es habe sich richtig hochgeschaukelt, einer habe dann gesagt: "Wenn du mich hier verdrängst, werde ich eingezogen, und ich werde nach Vietnam gehen, und ich werde sterben." Clinton habe in dieser Situation nur nach unten geschaut und versucht, sich nicht von dem Test ablenken zu lassen.

    Überhaupt scheint es Clinton mit diesem klugen PR-Manöver darum gegangen zu sein, ihr dröges Image aufzubrechen. Ihre kühle Art, ihre leidenschaftsarmen Reden, das hat sie selbst als wunden Punkt erkannt. Die zweite Episode handelt genau davon: Vor ihr würden auf den Veranstaltungen immer Männer sprechen, die den Menschen die Botschaft geradezu einhämmern, die hinausschreien, wie wichtig es sei, diese Wahl zu gewinnen. Sie könne das nicht, höre dann immer nur, sie sei "zu laut", "zu schrill" oder "zu irgendwas" – weil die Vorbilder für Politiker immer nur Männer seien und man anders auf Frauen schaue.

    Dass das natürlich alles Wahlkampf ist – geschenkt. Was immer man über Clinton als Kandidatin denke, kommentierten insbesondere viele Frauen unter den Posts, ihre Erlebnisse seien dennoch ein Beleg für den Sexismus, mit dem die Hälfte der Bevölkerung andauernd konfrontiert werde. Was einige Männer dazu zu sagen hatten, dokumentieren wir hier besser nicht.

  • 13:16 Uhr
    Paul Middelhoff

    Wo der Wahlkampf noch ein großer Spaß ist

    Bekommt Hillary Clinton das Gurkenglas aufgeschraubt? Oder ist sie zu schwach, kränklich vielleicht? Die ehemalige US-Außenministerin verzieht das Gesicht, fletscht die Zähne. Und auf einmal hat sie den Deckel in der Hand. Ihr gegenüber sitzt der Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel – er hat Clinton gerade aufgefordert, hier in seiner Talkshow ein für alle Mal zu beweisen, dass die Gerüchte um ihre angeschlagene Gesundheit nicht stimmen. Und Clinton, mitten im Wahlkampf für jede Minute in der Öffentlichkeit dankbar, tut ihm den Gefallen. Einen Tag später steht das Video mit dem Gurkenglas auf YouTube, eine gute Woche darauf haben 1,5 Millionen User den Clip gesehen.


    Nicht nur die Nachrichten-Journalisten in den USA berichten seit nun fast eineinhalb Jahren ohne Pause über die neusten Entwicklungen des amerikanischen Wahlkampfs. Täglich nehmen sich auch Amerikas Late-Night-Moderatoren das politische Tagesgeschehen vor. In den Wochen der Parteitage, Grundsatzreden und TV-Debatten gehen ihre Quoten durch die Decke. Die brutale Abrechnung des HBO-Stars John Oliver mit dem republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump vom Februar haben bis heute fast 29 Millionen Menschen auf YouTube gesehen. Zum Vergleich: Eine Folge der deutschen heute-show mit Oliver Welke bringt es auf derselben Plattform durchschnittlich gerade mal auf rund 300.000 Aufrufe. Ihre enorme Reichweite macht vor allem die Quoten-Könige Stephen Colbert, Jimmy Kimmel und Jimmy Fallon zu wichtigen Akteuren im US-Wahlkampf.

    Nachdem im vergangenen Jahr mit David Letterman und Jon Stewart gleich zwei Legenden der amerikanischen Abendunterhaltung abgetreten sind, verhandeln nun junge Comedians wie Samantha Bee oder Trevor Noah das politische Geschehen in den USA. Wie kaum einer seiner Kollegen führt Noah in seiner Daily Show auf dem Sender Comedy Central Donald Trump vor: Der Moderator vergleicht Trump mit dem italienischen Diktatoren Benito Mussolini und sagt dem Milliardär nach, er sei an einer intimen Beziehung mit seiner Tochter Ivanka interessiert.

    Vor zwei Wochen schickte Noah einen Reporter zu einer Trump-Veranstaltung nach Wisconsin, um die Anhänger des Republikaners nach ihrer Meinung zu den von Trump geplanten ideologischen Einwanderungstests zu befragen. Der Reporter bekam Erschreckendes zu hören: Die Hochzeit zwischen Homosexuellen sei "ekelhaft", Frauen im Allgemeinen zu hormongesteuert um Präsidentinnen zu werden. "Für mich ist das alles noch lustig, ich habe ja auch noch ein alternatives Heimatland", sagt der gebürtige Südafrikaner Noah über Trump.


    Noah ist zwar einer der härtesten Trump-Kritiker im amerikanischen Late-Night-TV, aber er ist nicht allein: Während Hillary Clintons E-Mail-Skandal und ihre gut bezahlten Reden vor Großbanken bei Moderaten wie Fallon oder Kimmel kaum kritisch hinterfragt werden, zieht Trump die Kritik der gesamten Branche auf sich. Der Brite John Oliver legte Trump Mitte August nahe, doch endlich aus dem Rennen um die Präsidentschaft auszusteigen. An Trump persönlich gewendet erklärte Oliver: „Sag Amerika, dass diese ganze Kandidatur ein Gag war, eine Satire, um die Fehler des Systems aufzuzeigen."

  • 11:37 Uhr
    Paul Middelhoff

    #AmericanSelfies



    Marie Loiseau, 25, Jurastudentin und freie Journalistin aus Philadelphia, Pennsylvania.


    "Die Wahl in diesem Jahr macht mir mehr Sorgen als alle anderen Wahlen, an die ich mich erinnern kann. Ich mache mir Sorgen, dass die Unterstützer von Bernie Sanders im November nicht wählen gehen könnten, einfach weil ihr Kandidat nicht länger im Rennen ist. Diese Wähler sind für einen demokratischen Sieg aber unverzichtbar und es könnte zu einem riesigen Problem werden, wenn diese Leute einfach wegbleiben.

    Auch finde ich die breite Unterstützung für Donald Trumps extreme Ansichten verwirrend und verstörend. Mir ist es wirklich peinlich, dass seine harte Haltung in der Einwanderungspolitik im ganzen Land so gut ankommt. Er hat eine unausstehliche Persönlichkeit und ich kann einfach nicht glauben, dass ihm jemand die Führung des Landes anvertrauen will. Wir alle müssen im November zur Wahl gehen und eine kompetente Entscheidung treffen. Es geht darum, Trump zu verhindern."

  • 15:35 Uhr
    Rieke Havertz

    "Als müsste ich mich entscheiden, niedergestochen oder angeschossen zu werden" 

    So definiert wie Donald Trumps Zielgruppe ist – weiß, mittelalt, meist männlich – so klar schien in diesem Wahlkampf auch zu sein, dass Hillary Clinton auf die Stimmen der Latinos und Afroamerikaner zählen kann. Tatsächlich gewann Clinton schon im innerparteilichen Vorwahlkampf gegen Bernie Sanders die US-Bundesstaaten, in denen viele Minderheiten wählten. 

    Die Popularität Clintons bei Afroamerikanern liegt nicht allein darin begründet, dass Trump mit seinen beständig rassistischen Aussagen wenig dafür tut, diese Zielgruppe für sich einzunehmen. Ex-Präsident Bill Clinton war bei Afroamerikanern extrem beliebt, seine Frau Hillary profitiert davon genau wie von ihrer Ankündigung, die Politik Barack Obamas fortsetzen zu wollen. Zwar sind nicht wenige Afroamerikaner enttäuscht von Obamas acht Jahren im Weißen Haus, dennoch verspricht das Ticket Clinton mehr Kontinuität als die republikanische Alternative. 

    Doch ganz so sicher sind die Stimmen der Afroamerikaner für Clinton wohl nicht. Der New York Times liegt ein Papier über eine Befragung unter jungen Afroamerikanern vor, das zeigt, dass viele junge schwarze Wähler nicht unbedingt auf Clinton setzen. Die Zielgruppenbefragung wurde von einigen liberalen Organisationen wie dem Project New America durchgeführt. Wenig überraschend war die Ablehnung von Donald Trump als Kandidat, doch die Aussagen zu Hillary Clinton überraschen. "Was soll ich denn machen, wenn ich ihn nicht mag und ihr nicht vertraue?", sagte eine junge Afroamerikanerin aus Ohio. "Es ist als müsste ich mich entscheiden, niedergestochen oder angeschossen zu werden. Auf keinen Fall!"

    Eine andere junge Schwarze, ebenfalls aus Ohio, sagt: "Er ist ein Rassist, sie ist eine Lügnerin, also ernsthaft, wo ist der Unterschied einen von beiden oder keinen zu wählen." 

    Clinton hat im gesamten Verlauf ihrer Kampagne Probleme, junge Wähler zu erreichen. Laut einer Gallup-Umfrage haben nur 31 Prozent der Wähler unter 29 ein positives Bild von Clinton. Bernie Sanders schlug sie in dieser Zielgruppe regelmäßig deutlich. Die Jüngeren werfen Clinton vor, worauf auch Sanders seine Kampagne begründete: Die Ex-Außenministerin und ehemalige First Lady sei zu sehr Establishment. Und darüber hinaus zu wenig links und zu wenig konsequent in ihren Themen. Für junge afroamerikanische Wähler kommt außerdem noch die Frage dazu, wie die Kandidaten fürs Weiße Haus dem Problem des immer noch weit verbreiteten Rassismus begegnen wollen. Zwar hat Clinton bereits mehrfach Reden zum Thema Rassismus und Ungerechtigkeit gehalten, ist dabei über das Standardprogramm jedoch selten hinausgegangen.

    Grundsätzlich wird sich Clinton keine Sorgen machen müssen, dass die schwarzen Wähler zu Trump abwandern könnten. Die Zustimmungsrate für Trump liegt teilweise bei null Prozent in dieser Wählergruppe. Doch für Clinton wird es auch darauf ankommen, die Wähler in den Swing States zu mobilisieren, dort, wo viele Wähler unentschlossen sind. Und zu den entscheidenden Wählern zählt auch die junge, schwarze Generation. Obama erreichte laut Umfragen bei seiner letzten Wahl 92 Prozent der Afroamerikaner unter 45 Jahren. Clinton kann auf diese Stimmen nicht verzichten, will sie ihren Vorsprung in Staaten wie Florida oder Ohio sichern.

  • 10:28 Uhr
    Paul Middelhoff

    #AmericanSelfies



    Nate Szymanski, 23, Werbe-Kaufmann aus Chicopee, Massachusetts

    Was mir am meisten Sorgen macht, sind die Auswirkungen, die diese Wahl auf den Rest der Welt haben wird. Viele Staaten schauen auf die USA als Vorreiter in Sachen Umwelt, Wirtschaft und Soziales. Die Entscheidungen, die der nächste Präsident trifft, werden nicht nur unser Land über Jahre beeinflussen, sondern auch das Bild der Vereinigten Staaten in der Welt prägen.

    Die Positionen, die Donald Trump vertritt, sind egoistisch und haben das Potenzial, die Fortschritte zunichte zu machen, die wir unter Präsident Barack Obama gemacht haben. Er will lieber den Abbau von Kohle fördern, als in erneuerbare Energien zu investieren, und er verspricht den Reichen Steuergeschenke, statt die Arbeiterklasse für das Technologie-Zeitalter fit zu machen.

    Ich stehe hinter der Demokratin Hillary Clinton, denn ich glaube, dass dieses Land nur mit ihr voranschreiten wird.

  • Mehr Beiträge laden
Voriger Artikel Voriger Artikel Online-Werbung Facebook legt sich mit Adblockern an Nächster Artikel Nächster Artikel Nahverkehr Lieber HVV, manche Menschen sagen, Wilhelmsburg sei ein abgehängter Stadtteil ...
Verlagsangebot

Entdecken Sie mehr.

Lernen Sie DIE ZEIT 4 Wochen lang im Digital-Paket zum Probepreis kennen.

Hier testen

Kommentare

455 Kommentare Seite 1 von 54 Kommentieren