Die Bundeswehr richtet sich laut einem Magazinbericht darauf ein, ihren Einsatz zur Unterstützung der Anti-IS-Koalition vom türkischen Stützpunkt İncirlik aus fortzusetzen. Der Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, Gerd Hoofe, habe ein Investitionsbudget von insgesamt 58 Millionen Euro für den Einsatz freigegeben, meldete das Nachrichtenmagazin Spiegel.

Mit dem Budget sollten in İncirlik für rund 26 Millionen Euro ein Flugfeld für die deutschen Tornado-Aufklärungsjets sowie Unterkunftscontainer gebaut werden. Für weitere 30 Millionen Euro solle die Luftwaffe einen mobilen Gefechtsstand beschaffen. Für diesen müsse ein Fundament gebaut werden, für das weitere zwei Millionen Euro eingeplant seien, berichtet der Spiegel. Ein Ministeriumssprecher sagte dem Blatt, der Kauf des Gefechtsstands sei unabhängig vom Einsatz in İncirlik nötig gewesen, die Technik könne auf jeder anderen Basis eingesetzt werden.

Die Entscheidung über das schon seit dem Frühsommer geplante Investitionsbudget war wegen des Streits um das Besuchsverbot für deutsche Abgeordnete monatelang hinausgezögert worden, berichtet der Spiegel weiter. Kanzlerin Angela Merkel sagte am Wochenende, dass sie von einer Aufhebung des Besuchsverbots ausgehe.

Auf dem Luftwaffenstützpunkt İncirlik in der Südtürkei sind mehr als 200 deutsche Soldaten, Aufklärungsmaschinen und ein Tankflugzeug stationiert. Sie unterstützen die von den USA angeführte Koalition im Kampf gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien.