New York - Obama ruft wohlhabende Staaten zu mehr Flüchtlingshilfe auf In seiner letzten Rede vor der UN-Vollversammlung hat US-Präsident Barack Obama am Dienstag eine Reihe internationaler Konflikte angesprochen. Ein Auszug im Original © Foto: Reuters TV

In seiner Rede beim UN-Flüchtlingsgipfel in New York hat US-Präsident Barack Obama Bundeskanzlerin Angela Merkel und Deutschland für die Anstrengungen in der Flüchtlingskrise gedankt. "Ich möchte Kanzlerin Merkel und Premierminister Trudeau und den Völkern dieser beiden Länder persönlich danken", sagte Obama. Beide Länder hätten ihr Äußerstes gegeben, um Flüchtlingen zu helfen und sie zu unterstützen. Auch Schweden, Jordanien sowie Mexiko, wo nach UN-Angaben dieses Jahr bis zu 400.000 Flüchtlinge vor allem aus Zentral- und Südamerika erwartet werden, hätten viel geleistet.

Wie im Kampf gegen Nazideutschland werde es starke Konsequenzen haben, wenn die Weltgemeinschaft die Flüchtlingskrise nicht gemeinsam anpacke, sagte Obama. "Die Geschichte wird uns streng beurteilen, wenn wir diesen Moment nicht wahrnehmen." Flüchtlinge sollten nicht als Last angesehen werden, sondern könnten ihre jeweiligen Aufnahmeländer bereichern und stärker machen. Auch die USA seien einst von Flüchtlingen und Migranten aufgebaut worden. "Dieser Gipfel muss der Beginn einer neuen, weltweiten Bewegung sein", sagte Obama.

Die am Flüchtlingsgipfel in New York teilnehmenden Staaten haben nach Angaben von Obama Zusagen zur Aufnahme von mehr als 360.000 Flüchtlingen gemacht. Obama sagte weiter, gemeinsam würden die rund 50 Länder ihre Anstrengungen in diesem Jahr verdoppeln. Die finanziellen Zuwendungen würden zudem um 4,5 Milliarden Dollar im Vergleich zu 2015 erhöht, führte er aus.

Deutschland, das bei dem Gipfel als einer der Co-Gastgeber auftritt, wird von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) vertreten. Zu dem Flüchtlingsgipfel hatte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon geladen. Er fand vor Beginn der Generaldebatte statt.