Im Kampf gegen den sogenannten "Islamischen Staat" (IS) in Syrien sind drei türkische Soldaten getötet worden. Das gab die Armee im türkischen Fernsehsender n-tv bekannt. Vier weitere Soldaten seien verletzt worden, hieß es in der Erklärung. Es waren die ersten türkischen Todesopfer bei einem Angriff der Dschihadistenmiliz, seit die Armee vor zwei Wochen eine Bodenoffensive im Norden des Nachbarlandes gestartet hat.

IS-Kämpfer hätten die Panzer der Soldaten mit einer Rakete beschossen, hieß es. Der Angriff habe sich in der Nähe des Dorfes Al-Rai ereignet, wo die türkischen Truppen am Wochenende eine zweite Front gegen den IS eröffnet hatten. In der Erklärung sprach die Armee zunächst von zwei Todesopfern und fünf Verletzten. Später teilte sie mit, dass einer der Verletzten an seinen Wunden gestorben sei.

Am 24. August hatte das türkische Militär begonnen, mit Panzern und Kampfflugzeugen auf syrischem Boden Rebellen zu unterstützen, die gegen die IS-Miliz beziehungsweise die kurdische Miliz YPG kämpfen. Ziel ist es, die Nachschubwege der Islamisten über die türkisch-syrische Grenze zu kappen. Die Offensive der Türkei hat jedoch Besorgnis in den westlichen Staaten, allen voran in den USA, ausgelöst. Die Kurdenmiliz YPG ist ein Verbündeter der USA im Kampf gegen den IS. Die türkische Regierung befürchtet hingegen ein Erstarken der Kurden auch im eigenen Land.