Russland hat inmitten der Spannungen mit der Nato und den USA wegen des Ukraine- und Syrienkonflikts atomar bestückbare Interkontinentalraketen getestet. Ein Projektil sei von einem U-Boot im Ochotskischen Meer aus abgefeuert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Nach rund 5.000 Kilometern sei es im Übungsgelände Tschischa in Nordrussland eingeschlagen.

Eine weitere Rakete sei vom U-Boot Nowomoskowsk in der Barentssee gestartet, ein drittes Geschoss vom Stützpunkt Plessezk schlug auf der Halbinsel Kamtschatka ein. Erst Ende September hatte Russland bereits zwei mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalraketen getestet. 

Anfang 2016 hatte Russland bekannt gegeben, dass in diesem Jahr 16 Tests mit Interkontinentalraketen durchgeführt werden sollen. Insgesamt verfügt das Land nach Angaben des Magazins The Diplomat über etwa 300 dieser Raketen mit 1.000 Sprengköpfen. 

In den vergangenen Jahren hatte Russland immer wieder Militärübungen abgehalten, besonders seit sich die Beziehungen mit dem Westen durch die Ukraine-Krise verschlechtert hatten. Zuletzt hatten sich Moskau und Washington wegen des Syrien-Kriegs überworfen. Die beiden Länder unterstützen in dem Konflikt gegensätzliche Kriegsparteien.