Bei einer Bombenexplosion während einer kurdischen Hochzeitsfeier in Syrien sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Der Vorfall ereignete sich in der Stadt Hassaka im Nordosten des Landes. Dutzende Menschen seien verletzt worden, teilte die Kurdenmiliz YPG mit. Die syrische Beobachterstelle für Menschenrechte sprach von mindestens 22 Toten. Viele der Verletzten seien in Lebensgefahr. Die in Großbritannien ansässige Beobachtungsstelle beruft sich auf Informanten vor Ort, ihre Angaben sind von unabhängiger Seite schwer zu überprüfen.

Der Bräutigam gehört den Angaben zufolge den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) an, einer Rebellenallianz aus kurdischen und arabischen Kämpfern, die im Norden Syriens den IS bekämpft und von den USA unterstützt wird.

Er und seine Frau überlebten den Anschlag offenbar. Der Attentäter habe seine Sprengstoffweste gezündet, als sich Braut und Bräutigam gerade das Jawort gaben, berichtete ein Augenzeuge, der bei dem Anschlag selbst verletzt wurde. Die Explosion sei gewaltig gewesen und habe die Opfer förmlich zerrissen. Auch Ärzte in Hassaka berichteten von mehr als 20 Toten und Dutzenden Verletzten.

Der IS teilte mit, einer seiner Kämpfer habe sich in einer "großen Versammlung" kurdischer Kämpfer in der Nähe von Hassaka in die Luft gesprengt und 40 Menschen getötet. Dass es sich um eine Hochzeitsfeier handelte, wurde in der Erklärung nicht erwähnt. Hassaka wird fast vollständig von kurdischen Rebellen kontrolliert und wurde schon mehrfach von Anschlägen des IS erschüttert.