Aleppo - Erneut viele Tote nach Luftangriffen Geschosse seien in der Nähe eines Kinderkrankenhauses und einer Schule eingeschlagen, teilten Kriegsbeobachter und Rettungskräfte mit. © Foto: Abdalrhman Ismail/Reutes

Bei Luftangriffen auf Aleppo ist ein Kinderkrankenhaus getroffen worden. Die Einrichtung wurde auch von den Maltesern unterstützt. Der medizinische Betrieb konnte mittlerweile wieder aufgenommen worden, teilte die Hilfsorganisation mit. Zuvor waren Patienten stundenlang eingeschlossen gewesen.

Patienten seien seit Wochen im Keller des Gebäudes versorgt worden, um sie vor den Luftangriffen zu schützen. "Unsere Partner haben jegliche Hoffnung auf Frieden verloren. Die Arbeit der Ärzte und Schwestern im Krankenhaus ist eines der wenigen verbleibenden Zeichen der Barmherzigkeit und Menschlichkeit", sagte Janine Lietmeyer, Malteser-Länderkoordinatorin für Syrien und die Türkei. Das einzige verbleibende Kinderkrankenhaus ist medizinischer Anlaufpunkt für 90.000 Kinder in Aleppo.


Am dritten Tag in Folge griffen Kampfflugzeuge der syrischen Regierung die Rebellengebiete in Ost-Aleppo an. Dabei wurde nach Informationen der Nachrichtenagentur AP ein Stadtteil getroffen, in dem mehrere medizinische Einrichtungen sind, darunter die zentrale Blutbank.

Russland hatte in dieser Woche eine neue Offensive auf Rebellen in Syrien bekanntgegeben. Die russische Regierung unterstützt den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad im Kampf gegen verschiedene Rebellenfraktionen. Seit gut einem Jahr beteiligt sich Russland an Luftangriffen, hat zuletzt aber dementiert, die Rebellengebiete im Osten Aleppos zu bombardieren. Nur die Provinzen Idlib und Homs seien im Fokus der Luft- und Raketenangriffe.