Der Brandanschlag auf eine afroamerikanische Kirche in der Stadt Greenville war aus Sicht der Behörden möglicherweise eine politisch motivierte Straftat. "Der Vorfall wird als Hassverbrechen untersucht", teilte der Bürgermeister Errick Simmons laut US-Medienberichten mit. Der Anschlag sei ein "gehässiger und feiger Akt".

Unbekannte hatten die 111 Jahre alte Hopewell Missionary Baptist Church im US-Bundesstaat Mississippi in Brand gesteckt und "Vote Trump" ("Wählt Trump") auf die Mauer gesprüht. Bürgermeister Simmons sprach von einem Angriff auf die afroamerikanische Gemeinschaft. "Das passierte in den fünfziger und sechziger Jahren", sagte Simmons, "es sollte nicht 2016 passieren." Auch die US-Bundespolizei FBI sei mit dem Fall befasst.

Polizeichef Delando Wilson sagte, die Ermittler befragten derzeit eine "Person von Interesse". Ob es sich dabei um einen Tatverdächtigen handelt, ließ er offen. Inwieweit die Tat mit dem US-Wahlkampf in Verbindung steht, in dem Donald Trump um die Präsidentschaft kämpft, sei nicht klar. Es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte Wilson.

Tags zuvor war bekannt geworden, dass der Ku-Klux-Klan dazu aufruft, Trump zu unterstützen.

Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, der Ku-Klux-Klan habe noch nie vorher einen Präsidentschaftskandidaten unterstützt. Richtig ist, dass sich der Ku-Klux-Klan auch für Ronald Reagan ausgesprochen hatte.