Kuba - Staats- und Regierungschefs nehmen Abschied von Fidel Castro Internationale Staatsgäste haben Kubas verstorbenem Ex-Präsidenten Fidel Castro bei den Gedenkfeierlichkeiten in Havanna die letzte Ehre erwiesen. Er werde Castro persönlich vermissen, sagte Boliviens Präsident Evo Morales. © Foto: Carlos Garcia Rawlins/Reuters

Trauer in Havanna: Aus aller Welt sind Staats- und Regierungschefs nach Kuba gereist, um Abschied von Revolutionsführer Fidel Castro zu nehmen. "Fidel ist tot. Aber er ist ungeschlagen gestorben", sagte Ecuadors Präsident Rafael Correa bei der zentralen Trauerfeier in Havanna. "Heute sind wir geeinter denn je, Völker Amerikas." Fidel Castro war am vergangenen Freitag im Alter von 90 Jahren gestorben.

Auf dem Platz der Revolution in Kubas Hauptstadt schwenkten Hunderttausende Menschen die Landesflagge und skandierten: "Es lebe Fidel." Zum Auftakt der Feier rezitierte eine Schauspielerin den "Triumphmarsch des Rebellenheers". Die Hymne erinnert an die Guerilleros, die 1959 unter Castros Führung Diktator Fulgencio Batista gestürzt hatten.

"Er war ein Internationalist und Antiimperialist, der stets für die Unterdrückten kämpfte", sagte Südafrikas Präsident Jacob Zuma. Er dankte Castro für dessen Unterstützung im Kampf gegen das Apartheidregime. "Sein Tod ist ein schmerzhafter Verlust."

"Wir verabschieden uns von einem Symbol für die Unabhängigkeit, die Freiheit und die Würde", sagte der griechische Regierungschef Alexis Tsipras. "Fidel gehört der ganzen Welt, Fidel gehört der Geschichte."

Aus Lateinamerika waren neben Correa auch der venezolanische Präsident Nicolás Maduro, der nicaraguanische Staatschef Daniel Ortega und Boliviens Präsident Evo Morales unter den Gästen. Ihre Länder gehören zu der Bolivarianischen Allianz für Amerika (Alba) und zählen zu den engsten Verbündeten Kubas.

Die USA schickten indes keine offizielle Delegation. Vertreten war lediglich der designierte Botschafter Jeffrey DeLaurentis und der nationale Sicherheitsberater Ben Rhodes.

Ab Mittwoch wird die Urne mit Castros Asche quer über die Karibikinsel in den Osten des Landes nach Santiago de Cuba gebracht. In verschiedenen Orten auf dem Weg sind Trauerveranstaltungen geplant. Am Sonntag soll Castro in Santiago bestattet werden.

Kuba - Gerhard Schröder vertritt Deutschland bei Castro-Trauerfeier Die deutsche Bundesregierung entsendet den Altkanzler stellvertretend nach Havanna. Tausende Kubaner trauern unterdessen um ihren verstorbenen Revolutionsführer. © Foto: Enrique de la Osa/Reuters