Der designierte US-Präsident Donald Trump hat einen Rechtsstreit um die von ihm gegründete Trump University beigelegt. Er habe zugestimmt, 25 Millionen Dollar (23,6 Millionen Euro) an ehemalige Studenten zu zahlen, teilte der New Yorker Generalstaatsanwalt Eric Schneiderman mit. Mehr als 6.000 Studenten würden gemäß der erzielten Einigung entschädigt werden.

Trump hatte die kommerzielle Einrichtung mit dem Namen Trump University 2004 gegründet. Sie war nicht offiziell als Hochschule anerkannt. Die Trump University warb damit, Studenten zu erfolgreichen Immobilienprofis und Geschäftsleuten auszubilden.

Trump wurde beschuldigt, Tausende Studenten mit falschen Versprechen gelockt und um 40 Millionen Dollar gebracht zu haben. Trump selbst habe daran fünf Millionen Dollar verdient, warf Schneiderman dem künftigen Präsidenten in einem von ihm angestrengten Verfahren vor. Die Einrichtung habe nicht die hochwertige Ausbildung geboten, die sie bei Kursgebühren von bis zu 35.000 Dollar versprochen habe. Auch Hillary Clinton hatte Trump im Wahlkampf einen Betrüger genannt.

Neben Schneidermans Klage liefen noch zwei weitere Verfahren gegen Trump. Alle drei Klagen hätten sich nun erledigt, sagte Schneiderman. Trump entgeht mit der erzielten Einigung einem Prozess und muss nach dem Deal keinerlei persönliches Fehlverhalten einräumen.

Das hatte er auch bisher nicht getan. Im Wahlkampf hatte er die Vorwürfe energisch bestritten und gesagt, er würde keiner Lösung zustimmen. Angesichts der nun doch erreichten Einigung sprach Schneiderman von einer "erstaunlichen Kehrtwende" Trumps und einem großen Sieg für die 6.000 Opfer seiner "betrügerischen Universität".