USA - Trump berät auf Suche nach Außenminister mit Ex-General Petraeus Nach dem rund einstündigen Gespräch mit Petraeus twitterte der designierte US-Präsident Trump, dass er "sehr beeindruckt" gewesen sei. Der Ex-General wird auch als möglicher Verteidigungsminister gehandelt.

Auf seiner Suche nach einem geeigneten Außenminister hat der designierte US-Präsident Donald Trump nun auch den früheren General David Petraeus ins Spiel gebracht. Nach einem Treffen mit Petraeus zeigte sich Trump "sehr beeindruckt", wie er über Twitter mitteilte.

Auch Petraeus berichtete von einem "sehr guten Treffen". Trump habe dabei "großes Verständnis für die unterschiedlichen Herausforderungen" demonstriert. Der Ex-General hatte vergangene Woche in einem Interview gesagt, er stünde für einen Posten in Trumps Regierung zur Verfügung.

Petraeus zählt zu den prominentesten Militärs in den USA. Er war Oberbefehlshaber der US-Truppen im Irak, der Nato-Kräfte in Afghanistan und Chef des US-Zentralkommandos. 2012 trat er als Chef des Auslandsgeheimdiensts CIA zurück, weil er einer Geliebten vertrauliche Informationen weitergegeben hatte. Dafür wurde er zu einer Geldstrafe verurteilt.

Romney ist umstritten

Am heutigen Dienstag wollte Trump seine Gespräche mit möglichen Kandidaten für das Amt des Außenministers fortsetzen. Geplant war ein zweites Treffen mit dem früheren Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney. Gegen Romney gibt es allerdings unter Trumps engsten Beratern starke Vorbehalte, weil er im Wahlkampf zu den schärfsten innerparteilichen Kritikern des Rechtspopulisten gezählt hatte.

Auch den republikanischen Senator Bob Corker will Trump treffen. Er ist Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses im US-Senat. Als weiterer Anwärter für den Spitzenposten im Außenamt gilt seit Längerem New Yorks früherer Bürgermeister Rudy Giuliani, der ein früher Unterstützer Trumps ist.

Einen passenden Kandidaten für das Amt des Gesundheitsministers hat Trump offenbar bereits gefunden: Aus seiner Partei heißt es, Trump habe sich für Tom Price entschieden. Trump werde seine Entscheidung am Dienstag mitteilen, sagte ein Vertreter der Republikanischen Partei. Price ist Abgeordneter aus dem US-Bundesstaat Georgia und zählt zu den großen Kritikern der Gesundheitsreform des scheidenden US-Präsidenten Barack Obama.

Das entsprechende Gesetz von 2010 hatte Trump als Desaster bezeichnet. Nach seiner Wahl sagte Trump in einem Interview, er erwäge, zumindest Teile der Gesundheitsreform zu erhalten. Durch Obamacare sind Millionen US-Bürger erstmals unter den Schutz einer Krankenversicherung gekommen.