Am westlichen Stadtrand der syrischen Stadt Aleppo ist es am Samstag erneut zu Luftangriffen gekommen. Sie galten Rebellengebieten in der nordsyrischen Stadt. Menschenrechtlern zufolge starben mindestens sechs Zivilisten, in anderen Berichten war von fünf bis sieben Toten die Rede. Dies sei seit einem Bombardement am Freitag, bei dem drei Rebellen starben, schon der zweite Angriff auf die Region gewesen, sagten die Menschenrechtler. Oppositionsnahe Aktivistengruppen berichteten, die Angriffe hätten dem Ort Atareb gegolten.

Die Evakuierung der Rebellengebiete in Ost-Allepo war am Donnerstag beendet worden. Nach mehr als vier Jahren erlangte das syrische Regime von Machthaber Baschar al-Assad erstmals wieder die volle Kontrolle über die Stadt.

Doch auch der Osten der Stadt kommt nicht nur Ruhe. Dort explodierte am Samstag eine Sprengfalle, die Rebellen offenbar in einer Schule zurückgelassen hatten. Drei Personen seien verletzt worden, hieß es vom syrischen Staatsfernsehen. Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtet von zwei Explosionen in dem Gebiet und zwei Toten sowie 33 Verletzten.
Alle Informationen aus Aleppo können von unabhängiger Seite nicht bestätigt werden.


In der Hauptstadt Damaskus verübten unterdessen mutmaßliche Rebellen einen Anschlag auf eine Wasserleitung. Diese sei aber rasch wieder repariert worden, sagte der zuständige Behördenchef der staatlichen Nachrichtenagentur Sana. Es sei bereits der zweite solche Anschlag binnen eines Monats gewesen. Zudem hätten die Rebellen ein Wasserreservoir mit Diesel verseucht. Die Regierung habe deshalb auf Reserven zurückgreifen und das Wasser für die Bewohner von Damaskus rationieren müssen.