Mehrere syrische Rebellengruppen warfen der Regierung und deren Verbündeten anhaltende Verstöße gegen die Waffenruhe vor. In einer Erklärung drohten sie damit, die landesweite Feuerpause für "null und nichtig" zu erklären.

Die Vereinbarung sei wertlos, sollten die Regierungstruppen weiterhin von Aufständischen kontrollierte Gebiete angreifen oder bombardieren, hieß es darin. Insbesondere in Gebieten nordwestlich der Hauptstadt Damaskus versuchten regierungstreue Truppen, weitere Gebiete zu erobern. Aktivisten berichten, dass mindestens zwei Zivilisten und fünf Kämpfer bei Gefechten gestorben seien.

Russland warf derweil Rebellengruppen vor, binnen 24 Stunden zwölf Mal die Feuerpause gebrochen zu haben. Die russische Regierung, die an der Seite von Präsident Baschar al-Assad gegen die Rebellen vorgeht, bemüht sich um Unterstützung der Vereinten Nationen für die Feuerpause. Im Laufe des Samstags sollte der Sicherheitsrat über eine entsprechende Resolution abstimmen. 

Nach Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wird die Waffenruhe weitgehend eingehalten. Sie wurde von Russland und der Türkei ausgehandelt und gilt seit Freitag.

Es ist in diesem Jahr bereits der dritte Anlauf, mit einer Waffenruhe den seit fast sechs Jahren andauernden Bürgerkrieg zu beenden. Sollte die Feuerpause halten, sind für Januar Friedensgespräche zwischen Rebellen und Regierung geplant.