China hat die USA erneut davor gewarnt, sich gegen die Ein-China-Politik der Volksrepublik zu stellen. Das Ein-China-Prinzip sei die nicht verhandelbare politische Basis für die Beziehungen zwischen China und den USA, hieß es in einer Mitteilung. Damit reagierte die Regierung in Peking auf eine Erklärung Trumps im Wall Street Journal, er müsse sich nicht an die bisherige Politik halten. "Alles wird verhandelt, auch Ein-China", hatte er gesagt. Zuvor hatte bereits sein Telefonat mit Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen für Wirbel gesorgt. Es war das erste eines neu gewählten US-Präsidenten seit 1979.

"Es gibt nur ein China auf dieser Welt und Taiwan ist ein untrennbarer Teil von China", teilte Außenamtssprecher Lu Kang in Peking mit. Um die solide und konstante Entwicklung der Beziehungen nicht zu stören, sollten alle "relevanten Akteure" in den USA die Sensibilität der Taiwan-Frage anerkennen und entsprechende Vereinbarungen respektieren.

Die kommunistische Führung betrachtet Taiwan seit 1949 als abtrünnige Provinz. Mit seiner Ein-China-Doktrin fordert Peking, dass kein Land diplomatische und andere offizielle Beziehungen zu der Inselrepublik unterhalten darf, wenn es ein normales Verhältnis mit der Volksrepublik pflegen will. Die meisten Staaten, darunter auch die USA, halten sich seit Jahrzehnten an dieses Prinzip.